Reinach

Jahrmillionen alte Schätze: Das Museum Schneggli stellt Schweizer Bergkristalle aus

«Einzigartig, faszinierend, vielfältig.» So wird die neuste Ausstellung des «Schneggli» beschrieben. Ausgestellt werden vom 2. bis 25. März echte Bergkristalle, Kristall-Schmuck und gemalte Bilder von diesen edlen Steinen.

Melanie Eichenberger
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Die Protagonisten der Schweizer Bergkristall-Ausstellung strahlen um die Wette: (v.l.) Elio Müller, Jelena Brkic, Ursula Rüesch und Markus Uebelhart.

Die Protagonisten der Schweizer Bergkristall-Ausstellung strahlen um die Wette: (v.l.) Elio Müller, Jelena Brkic, Ursula Rüesch und Markus Uebelhart.

Melanie Eichenberger

Wer hatte sie nicht? Die Faszination als Kind für Kristalle in verschiedenen Farben und Formen. Als kleiner Schatz im heimischen Setzkasten, wohl behütet. Oder zum Bestaunen in einem Restaurant irgendwo in den Schweizer Bergen. Mit den Jahren hat die Faszination nachgelassen.

Echte Kristalle.

Echte Kristalle.

Melanie Eichenberger

Im Museum Schneggli wird sie neu entfacht: «Einzigartig, faszinierend, vielfältig.» So wird die neuste Ausstellung des «Schneggli» beschrieben. Ausgestellt werden vom 2. bis 25. März echte Bergkristalle, Kristall-Schmuck und gemalte Bilder von diesen edlen Steinen. Die präsentierten Kristalle stammen beispielsweise aus dem Planggenstock in der Göscheneralp bei Uri. Gefunden von Strahler – so nennt man Kristallsucher in der Fachsprache – Elio Müller. Er ist noch einer der wenigen Berufsstrahler in der Schweiz.

Zusammen mit Franz Von Arx hat er 2008 im Planggenstock einen Jahrhundertfund gemacht und Riesenkristalle geborgen. «Einen Kristall ans Tageslicht zu befördern, nachdem er über Jahrmillionen in der Dunkelheit gewachsen war, ist für mich immer wieder von Neuem ein bewegender Moment», sagt Müller. Beim Anblick solcher Steine könne man nur strahlen.

Gemalte Kristalle.

Gemalte Kristalle.

Melanie Eichenberger

Die Ausstellung im «Schneggli» wird mit informativen Tafeln aus der Stiftung Sasso San Gottardo komplettiert. Sie erzählen die Geschichte der Schweizer Bergkristalle. Tief in den Stollen der ehemaligen Gotthardfestung waren sie bis letzten Herbst in der «Wunderkammer» zu bestaunen. Während der Winterpause des «Sassos» gastieren die Tafeln nun in Reinach. «Wir freuen uns, dass die Stiftung Sasso San Gottardo spontan zugesagt hat, sich an der Ausstellung zu beteiligen», sagt Ursula Rüesch von der Vereinigung Museum Schneggli.

Der ausgestellte Schmuck stellt Jelena Brkic unter dem Label «Elvetia» aus Schweizer Bergkristallen her. 100 Prozent Swissmade. Und der Künstler Markus Uebelhart malt leidenschaftlich Kristalle. Er träume davon, die gemalten Kristalle einmal zu finden, scherzt er. Der Schmuck, die Bilder und einige Kristalle werden in der Ausstellung zum Kauf angeboten.