«Impuls Zusammenleben»
Nach Ja-Entscheid: So gehts bei «Impuls aargauSüd» weiter

Zehn Gemeinden stimmten der neuen Regelstruktur «Impuls Zusammenleben AargauSüd» an ihren letzten Gemeindeversammlungen zu. Die Zusammenarbeit wird mit dem Tätigkeitsfeld «Alter» gestärkt.

Cynthia Mira
Drucken
Teilen
Jobwärts Muki-Treff, Projekt von «Impuls Zusammenleben aargauSüd» (Archivbild 2016)

Jobwärts Muki-Treff, Projekt von «Impuls Zusammenleben aargauSüd» (Archivbild 2016)

Peter Siegrist

Nun heisst es, die sozialen Projekte weiterhin gemeinsam voranzutreiben. Beteiligt sind Birrwil, Burg, Gontenschwil, Leimbach, Menziken, Oberkulm, Reinach, Teufenthal, Unterkulm und Zetzwil. Einzig Dürrenäsch war mit der Nein-Entscheidung an der Sommergmeind die grosse Ausnahme.

Natalie Ammann verantwortet die Fachstelle Frühe Kindheit, Integration und Freiwilligenarbeit.

Natalie Ammann verantwortet die Fachstelle Frühe Kindheit, Integration und Freiwilligenarbeit.

zvg

Überraschend kam dies aber nicht: «Dürrenäsch ist erst im Januar 2021 beigetreten und hat wenig von der Projektphase miterlebt», sagt Projektverantwortliche, Natalie Ammann. Sie hätten womöglich noch nicht genügend von den Synergien profitiert. Zudem stehe die Fusionsfrage mit Seon und Hallwil im Raum. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass sich die Gemeinde im sozialräumlichen Verständnis mehr in Richtung Seetal orientiere, so Ammann.

Das Programm startete 2016 und nahm sich mit stetigem Ausbau den Handlungsfelder Integration, Alter, Freiwilligenarbeit, Frühe Kindheit sowie Kinder und Jugend an. Künftig wird dies so bleiben, aber der Projektstatus entfällt. Ammann sagt:

«Wir waren optimistisch, dass es mit der Regelstruktur funktionieren wird.»

Als einen der Gründe nennt sie die Vielfältigkeit: «Es gibt beispielsweise kleinere Gemeinden, in denen Integration kein grosses vordringliches Thema ist, die aber beim Thema Alter hohen Bedarf sehen. Für alle Gemeinden gilt, dass Lösungen im Alleingang teurer zu stehen kämen.»

Für die Zustimmung habe zudem die Unterstützung des Kantons geholfen. Der Kanton habe den Nutzen rasch erkannt und der Region schon früh seine Unterstützung zugesichert. Ammann sagt:

«Es ergeben sich wunderbare Synergien, weil sich die Handlungsfelder ideal ergänzen und sich gegenseitig stärken.»

So hat Freiwilligenarbeit beispielsweise einen engen Bezug mit dem Thema Alter, weil ältere Personen meist mehr Zeit aufbringen könnten, um sich zu engagieren. Und die Bemühungen in der frühen Kindheit gehen öfters mit dem Thema Integration einher.

Es brauche nun Zeit, um die Strukturen zu verankern und die Geschäftsstelle zu etablieren. Die Projekte laufen nahtlos weiter, wobei bereits Pläne fürs 2022 geschmiedet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem neuen Handlungsfeld Alter. Dort gelte es, den Fachbereich neu aufzubauen und in die bestehenden Strukturen zu integrieren.

Aktuelle Nachrichten