Kreisel
Im Juli soll der der Kreisel fertig sein und die neue Etappe beginnen

Die vier Millionen Franken teure Strassensanierung im Dorfzentrum läuft gut – trotz kleiner Verzögerungen.

Rahel Plüss
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Blick vom Turmzimmer des Gasthofs Schneggen auf die Kreiselbaustelle. Links das Gemeindehaus, davor das Baustellendepot, in der Mitte der Gasthof Bären (gelb) und das Valiant-Gebäude.

Blick vom Turmzimmer des Gasthofs Schneggen auf die Kreiselbaustelle. Links das Gemeindehaus, davor das Baustellendepot, in der Mitte der Gasthof Bären (gelb) und das Valiant-Gebäude.

Rahel Plüss

Aus dem Turmzimmer des Gasthofs Schneggen ist gut zu erkennen: Die Osthälfte des neuen Kreisels auf dem Reinacher Lindenplatz ist fertig. Gestern haben die Arbeiten am Gegenstück begonnen. Eine Riesenbaustelle im Ortskern, die sich täglich wandelt.

Auch für den Bau der zweiten Kreiselhälfte wird auf eine Lichtsignalanlage verzichtet. Laut Projektleiter Michael Reinhard von der Abteilung Tiefbau ein wichtiger Punkt – trotz erschwerter Arbeitsbedingungen wegen der engen Platzverhältnisse: Bei täglich über 13 000 Fahrzeugen wäre ein Chaos sonst vorprogrammiert. Der Verkehr wird östlich an der Baustelle vorbeigeführt. Fahrzeuge, die Richtung Aarau unterwegs sind, fahren im Einbahnregime über die Bahnhofstrasse (rechter Bildrand), jene nach Menziken nehmen den direkten Weg über die bereits fertig sanierte Hauptstrasse südlich der Kreiselbaustelle. Die Fussgänger allerdings müssen zum Teil Umwege in Kauf nehmen. Trotzdem, bis dato seien kaum Reklamationen eingegangen. «Ein gutes Zeichen», so Reinhard.

«Wird Juli, bis der Kreisel fertig ist»

Zufrieden ist der Projektleiter auch mit dem Baufortschritt, obschon man rund drei Wochen im Verzug sei, wie er an einer gestrigen Medieninformation vor Ort sagte. Die Arbeiten an Werkleitungen und der «Fundation», dem Kieskoffer unter der Belagschicht, hätten mehr Zeit gebraucht als vorgesehen. Unerwartet grosse Steinbrocken und Betonteile seien zum Vorschein gekommen, die man aufwendig habe bergen müssen. «Wir rechnen damit, dass es Juli wird, bis der Kreisel fertig ist und die nächste Etappe starten kann», sagt Reinhard.

Zum heutigen Zeitpunkt sei schwierig abzuschätzen, so der Projektleiter, ob das gesamte Bauprogramm eingehalten werden könne. Gemäss Plan müssten die Arbeiten ohne Deckbelagseinbau bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für den Strassenbau sind mit vier Millionen Franken veranschlagt.

Was Passanten auf der Baustelle kaum aufgefallen sein dürfte: Aus dem gerade sanierten Strassenabschnitt sind letzte Zeugen einer vergangenen Ära ausgebaut worden – Schienenstücke und Betonschwellen der Wynen- und Suhrentalbahn (WSB), die hier noch bis 2002 auf der Strasse verkehrte. Nach der Eigentrassierung wurden die Gleise mit Asphalt bedeckt, im Zuge von Sanierungsmassnahmen nach und nach entfernt. Die allerletzten Schienenstücke werden ausgebaut, wenn der Kreisel fertig ist – auf dem Strassenabschnitt zwischen Valiant Bank und Wynabrücke beim Coop.

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