Finanzausgleich
Das Wynental hängt mit 16 Millionen am Tropf

Zwischen Gränichen und Burg bekommen alle Gemeinden Geld aus dem kantonalen Finanzausgleich.

Cynthia Mira
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Das Wynental braucht etwas mehr als Kleingeld.

Das Wynental braucht etwas mehr als Kleingeld.

Hanspeter Baertschi

16,364 Millionen Franken: So viel Geld fliesst ins Wynental. Das geht aus den kürzlich publizierten Zahlen zu den Finanzausgleichszahlungen 2022 hervor. Gemessen an der Einwohnerzahl erhält Unterkulm mit 2'241'000 Franken am meisten Geld. Bei 3340 Einwohner (Stand 2020) sind das 671 Franken pro Kopf.

Reinach erhält mit 5'816'000 Franken zwar den grössten Betrag – und das nicht nur von allen zehn Wynentaler Gemeinden, sondern des gesamten Kantons. Pro Kopf ist der Beitrag bei 8880 Einwohnern und 655 Franken aber etwas geringer. Ebenfalls über 600 Franken pro Einwohner bekommt Menziken: Dort sind es 604 Franken pro Kopf und 3'933'000 Franken. Fast 20 Mio. der insgesamt 96 Mio. fliessen ins Tal Die kleinere Gemeinde Leimbach erhält im Vergleich dazu nur 24'000 Franken. Das entspricht 49 Franken pro Einwohner.

Grosse Ausnahme Hirschthal

Und Gränichen profitiert von einer Million und 31'000 Franken. Würde Suhr noch dazu gezählt, dann sind es sogar knapp 20 Millionen, die der Region dank des Solidaritätswerks zufliessen. Keine einzige Gemeinde zahlt. Im Suhrental sieht die Situation identisch aus. Auch die Gemeinde Schöftland, die letztes Jahr noch einen kleineren Betrag einzahlte, gehört dieses Mal zu den Empfängern, wobei sie den eher symbolischen Betrag von 19'000 Franken erhält.

Die einzige grosse Ausnahme ist Hirschthal: Die Gemeinde erhält nichts, sondern zahlt 227'000 Franken ein. Vergangenes Jahr waren es 248'000 Franken gewesen. Im Jahr 2022 sind es rund 96 Millionen, die an 135 Gemeinden verteilt werden. 65 Gemeinden zahlen 67 Millionen ein, während der Kanton 29 Millionen beisteuert. Das Wynental ist, gemessen an den Kriterien, die für den Finanzausgleich herangezogen werden, somit eine finanzschwache Region. Der Finanzausgleich hat zum Ziel, schlechtergestellte Gemeinden zu unterstützen – sei es wegen einer ungünstigen Lage, hoher Sozialausgaben oder geringer Steuereinnahmen.

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