Schöftland

«Ein fröhlicher Anlass tut doppelt gut»

Am 11. und 12. Februar ist das Pfarreizentrum in Narrenhand – dank einer Handvoll Frauen, dem Narrenteam Schöftland.

Peter Weingartner
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Die «Närrinnen» Anja Lanz, Petra Obrist und Bernadette Koch (v.l.) freuen sich auf die Fasnacht 2017.

Die «Närrinnen» Anja Lanz, Petra Obrist und Bernadette Koch (v.l.) freuen sich auf die Fasnacht 2017.

Peter Weingartner

«Wir wollen das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Schöftland bereichern», sagt Obernärrin Bernadette Koch. Sie ist die Präsidentin des Narrenteams, das eigentlich ein Närrinnen-Team ist. Ebenfalls dazu gehören Ursula Gnädinger, Kathrin Schweizer, Petra Obrist und Anja Lanz.

Was 1981, also vor 36 Jahren begann, ist zur Tradition geworden. Die Schöftler Fasnacht hat ihr Hauptquartier im Pfarreizentrum Schöftland. Doch im Gegensatz zu den Anfängen – die erste Fasnacht fand im Jahr nach dem Glockenaufzug der Katholischen Kirche statt – spielt die Konfession keine Rolle. Anja Lanz: «Es gibt hier wenige Feste für alle – gerade mal den Warenmarkt mit dem Zelt am Bahnhof.» Und Petra Obrist nimmt Bezug auf den Leitsatz der Gemeinde auf der Website: «Vielfalt ist zentral. An der Fasnacht sind alle willkommen», sagt sie.

Narren-Znacht mit Musik

Am Samstag gibts um 18 Uhr ein Narren - Znacht mit Köhlerwurst, Penne mit Tomatensauce, Salat und Gemüsepiccata. Dann darf zur Live-Musik von den Ringo’s das Tanzbein geschwungen werden, dazwischen heizen die Guggenmusiker der «Zunft 77» aus Oftringen und die «Nordfäger» aus Wohlen den Narren und Närrinnen tüchtig ein. Desserts und Bargetränke ergänzen das Angebot für das leibliche Wohl.

Am Sonntagnachmittag ist Kinderfasnacht im Dorf. «Kunstwerk am Kind», Anja Lanz, schminkt Kinder, und beim Spielen – Büchsen schiessen, Pfeile werfen, Kegeln – sind kleine Preise zu gewinnen. Begleitet von den Guggern der «Zunft 77» aus Oftringen geht’s dann in einem kleinen Umzug ins Alterszentrum. «Generationen verbindend, so soll Fasnacht sein», sagt Bernadette Koch. Die Frauen des Narrenteams leisten Freiwilligenarbeit, und Sponsoren offerieren Preise: Kinogutscheine, Spielsachen, Werbegeschenke. Das Narrenteam ist angewiesen auf Goodwill von vielen Seiten. Der Lohn ist das Mitmachen der Kinder – 200 seien es auch schon gewesen. Wie sagt Petra Obrist? «Im Winter tut so ein fröhlicher Anlass doppelt gut.»