Kölliken

Auch in Zukunft gibt es Geld für Spezielles von den Freunden des Museums

Die Freunde des Dorfmuseums sind wieder gut aufgestellt und unterstützen weiterhin das Strohdachhaus. Vor etwas mehr als einem Jahr wäre der Verein «Freunde des Dorfmuseums Kölliken» beinahe aufgelöst worden.

Sibylle Haltiner
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Peter Diem (l.) hat für seine Verdienste den ersten Ehrenpreis der Dorfmuseumsfreunde erhalten.

Peter Diem (l.) hat für seine Verdienste den ersten Ehrenpreis der Dorfmuseumsfreunde erhalten.

Sibylle Haltiner

Es ist nicht selbstverständlich, dass der Verein «Freunde des Dorfmuseums Kölliken» am Dienstagabend seine 30. Jahresversammlung durchführen konnte. Vor etwas mehr als einem Jahr wäre er beinahe aufgelöst worden.

Dem damaligen Vorstand fehlte der Rückhalt aus der Bevölkerung, der Verein war überaltert und konnte kaum noch neue Mitglieder generieren, vier der fünf Vorstandsmitglieder wollten zurücktreten und fanden keine Nachfolger. So wurde im Januar 2014 eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der Traktandenliste stand die Auflösung des Vereins.

Doch nicht alle gaben so schnell auf. Ein Artikel in dieser Zeitung mobilisierte viele Leute und statt begraben zu werden, erhob sich der Verein an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung aus der Asche und wurde mit einem neuen Vorstand wiederbelebt. Ruedi Lüthi, Andrea-Carlo Polesello, Hugo Vogel, Yvonne Burri und Präsident Andreas Von Gunten packten ihr erstes Amtsjahr und die neuen Herausforderungen mit viel Elan an.

Bereits haben sie ein Konzept zur Gartengestaltung erarbeitet und eine neue Umrandung aus Lavendelpflanzen angelegt. Aus den Äpfeln der Hochstammbäume wurde erstmals nicht nur Most gepresst, sondern Apfelschaumwein gekeltert. Am letzten Strohhusmärt konnten neue Mitglieder gewonnen werden und das Vermögen stieg im vergangenen Jahr um gut 2600 Franken. Rund 200 Personen gehören derzeit dem Verein an. Der Vorstand strebt eine Steigerung der Mitgliederzahl an und würde sich speziell über junge Interessenten freuen.

«Im Verein kommen Leute zusammen, die Interesse an der Kultur des Dorfes haben», sagt Andreas Von Gunten. «Es ist wichtig, dass man sich gemeinsam an die Vergangenheit erinnert und auf dieser Basis die Zukunft gestaltet.» Mit dem Geld, das die Freunde durch Mitgliederbeiträge oder Aktivitäten wie beispielsweise den Verkauf des Schaumweins einnehmen, unterstützen sie das Museum.

Zwar kommt die Gemeinde für den Betrieb des Museums und den Unterhalt des Strohdachhauses auf, doch Christoph Haller, Präsident der Museumskommission, freut sich, dass der Verein weiterhin besteht: «Auf einige spezielle Sachen müssten wir verzichten, wenn es die Freunde des Dorfmuseums nicht mehr gäbe.»

Zum ersten Mal vergab der Verein einen «Ehrenpreis der Dorfmuseumsfreunde». Diesen erhielt Peter Diem. Der ehemalige Lehrer war einer der Initianten des Museums. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Gemeinde das sogenannte «Salzmehus» kaufte, und sich anschliessend lange Zeit im Strohdachhaus engagiert.