Reinach
Akkordeon-Matinee mit Teenagern als Vorgruppe

Vor 45 Jahren spielte das Regionale Akkordeonorchester Peter Frey in Südamerika. Gestern traten vier junge Solisten an der Matinee auf.

Sibylle Haltiner
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Jolanda Walker, 13, und Noam Bachmann, 13, begeistern mit ihrem Akkordeon-Spiel.

Jolanda Walker, 13, und Noam Bachmann, 13, begeistern mit ihrem Akkordeon-Spiel.

Peter Frey

Sie stehen noch am Anfang ihrer Musikerkarriere, doch für ihren Auftritt an der Matinee des Regionalen Akkordeonorchesters Peter Frey bereiteten sich die vier jungen Solistinnen und der Solist bereits professionell vor. Konzentriert spielten sie in den Garderoben des Saalbaus die schwierigen Passagen ein letztes Mal durch. Danach ging es mit Herzklopfen auf die Bühne. Nach dem gelungenen Musikvortrag genossen Fabienne Furrer, Noam Bachmann, Isabel Erismann, Olivia Vogel und Jolanda Walker den verdienten Applaus umso mehr.

Abwechslungsreich waren die vorgetragenen Stücke, von der Polonaise über ein «Kleines Charakterstück» bis zu Variationen auf «Mein Hut, der hat drei Ecken». «Die Vielfalt des Instruments» nannten die Solisten denn auch den Grund für ihre Liebe zum Akkordeon. Und ihre musikalischen Ziele? «Möglichst gut werden» möchte die 9-jährige Fabienne. Noam und Jolanda, beide 13, und die 14-jährige Isabel arbeiten auf den Beitritt zum Orchester I hin. Auch auf die Teilnahme am internationalen Akkordeonsolistenwettbewerb, der im nächsten Jahr in Reinach ausgetragen wird, bereiten sie sich vor.

Den Hauptteil der Matinee bestritt das Orchester Sorpresa. Unter der Leitung von Sven Bachmann spielte das Projektorchester, das pro Jahr für einen bis zwei Auftritte zusammenkommt, ein beschwingtes Programm mit Melodien aus den verschiedensten Musiksparten. «Ländler trifft Tango» war das Motto, unter welchem die drei Akkordeonistinnen Uschi und Andrea Stocker sowie Sabine Bachmann-Frey zusammen mit Sven Bachmann am Basssaxofon das Publikum unterhielten.

Live in Montevideo

Während die vier jungen Solisten am Sonntag ihre ersten grösseren Auftritte hatten, kann Peter Frey, der Gründer des Akkordeonorchesters, auf ein bewegtes Musikerleben zurückblicken. Kürzlich jährte sich die zweimonatige Südamerikareise des Orchesters zum 45. Mal. Aus Kostengründen fuhr das Orchester mit dem Schiff und gab bereits auf dem Atlantik Konzerte. «Das war ein Quantensprung», berichtete Frey. «Ein solch grosses Akkordeonorchester war vorher in Südamerika noch nie aufgetreten.» In Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, spielten sie sogar dreimal live im Fernsehen. «Die Reise war unglaublich», schwärmte Frey.

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