Regierungsrat

Volksnah: Landammann Urs Hofmann zieht es an den Stammtisch

Landamman Urs Hofmann wird sich künftig einmal pro Monat in eine Beiz im Kanton setzen und der Bevölkerung Red und Antwort stehen. Die Idee zum Landamman-Stammtisch entstand in Zusammenarbeit mit GastroAargau.

Drucken
Teilen
Offenes Ohr für die Bevölkerung: Landammann Urs Hofmann

Offenes Ohr für die Bevölkerung: Landammann Urs Hofmann

Der Aargauer Regierungsrat und Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Inneres, Regierungsrat Urs Hofmann gibt sich volksnah: Während seines Amtsjahrs als Landammann wird der SP-Politiker jeden Monat in einem anderen Bezirk des Kantons an einen Stammtisch setzen und sich dort den Fragen der Bevölkerung stellen.

Als erstes wird Hofmann am kommenden 26. April ab 17.30 Uhr das Restaurant Pinte von Wirte-Paar Franz Dominik und Carmen Brogle in Sisseln besuchen. «Wer Politiker sein will», sagt Hofmann, «muss den Stammtisch gerne haben und ihn auch ertragen können».

«Keine Berührungsängste»

Er selbst kenne da keine Berührungsängste, auch wenn es zuweilen heftig zu und her gehe. Gerade in eher ländlichen Gebieten sei der Stammtisch nach wie vor ein sozialer Treffpunkt, wo Kontakte gepflegt, Geschäfte gemacht und die Politik auseinander genommen werde.

Zudem ist Hofmann als Wirtschaftsminister an einer funktionierenden Aargauer Gastronomie interessiert: In seinem Departement ist unter anderem die Wirteprüfungskommission angesiedelt, die jedes Jahr über 130 Fähigkeitsausweise für angehende Wirtsleute ausstellt. «Ich schätze den Wirt vor Ort, den man noch kennt und der für die Anliegen und Sorgen der Gäste ein offenes Ohr hat», sagt Hofmann.

Vom «Cafe National» zur Beizen-Tour

Urs Hofmann legt zudem grossen Wert auf den Kontakt zur Bevölkerung. Schon als Nationalrat stand er dieser in den sogenannten «Café National»-Anlässen vier Mal jährlich in ungezwungenen Rahmen Red und Antwort. Als Regierungsrat führte er die Tradition unter dem Namen «Café Cantonal» weiter.

Hofmanns Beizen-Tour belastet den Steuerzahler übrigens nicht: Gastro Aargau, der frühere Wirteverband, wählt nicht nur die Stammtische aus, die Hofmann besucht - sondern bezahlt am Schluss auch die Rechnung. (bau)