Unterkulm
Neu Spesen für Gemeinderäte? Die Unterkulmer sollen an der Gemeindeversammlung vom 10. Juni eine Pauschale genehmigen

Die Gemeinderatsentschädigung ist im Vergleich zu anderen Gemeinden tief; sie soll aber gleich hoch bleiben. Dafür soll eine Pauschale dazukommen.

Cynthia Mira
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Unterkulm, in südöstlicher Richtung fotografiert (Archivbild 2020).

Unterkulm, in südöstlicher Richtung fotografiert (Archivbild 2020).

Flurina Dünki /
Aargauer Zeitung

Sollen die Unterkulmer Gemeinderäte neu je jährlich 1300 Franken für die Nutzung Ihrer privaten Mobiltelefone, Laptops und Räumlichkeiten erhalten? Über diese Pauschale stimm der Souverän an der Gemeindeversammlung am 10. Juni ab. Die allgemeine Gemeinderatsentschädigung von 14'910 Franken bleibt gleich – für die «wertvolle Arbeit, die eine angemessene Entlöhnung verdient», wie es Gemeindeammann Emil Huber in der Vorlage für die Gemeindeversammlung festhält. Die Vergütung ist im Vergleich mit anderen Gemeinden eher tief. Ebenso jene des Gemeindeammanns mit 25'410 Franken. Er soll neu dazu eine Pauschale von 2500 Franken erhalten.

BNO nochmals 22'278 Franken teurer

Zu genehmigen ist an der Gemeindeversammlung zudem die erfreuliche Jahresrechnung 2020 mit einem Ertragsüberschuss von 627796 Franken. Es kam zu Mehreinnahmen gegenüber dem Budget von 587082 Franken. Zudem führten die abgesagten Aktivitäten aufgrund der Pandemie zu geringeren Ausgaben.

Die Kreditabrechnung für die Revision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, die wesentlich teurer wurde, soll genehmigt werden. Nach dem bewilligten Kredit im Herbst 2014 von 150'000 Franken kam im November 2018 ein Zusatzkredit von 70'000 Franken dazu. Die Kreditüberschreitung beträgt nun weitere 22'278 Franken.

Zwei Projekte stärken die regionale Zusammenarbeit

Wenig Interesse zeigten die Chomerinnen und Chomer im Vorfeld für den kürzlich organisierten Informationsabend zur Fusion Forstbetrieb Wyna-Suhre. Zum Anlass erschienen nur sechs Personen. Die zu bewirtschaftende Fläche beträgt 1700 Hektaren. Seit 2018 erarbeiteten die Vertreter aus Behörde und der Forstbetriebe einen Gemeindevertrag. Dieser ist zu genehmigen, damit die Fusion der Forstbetriebe Gränichen-Unterkulm und Suhr-Buchs vorangetrieben werden kann. Die Zusammenarbeit soll ab dem 1. Januar 2022 beginnen. Oberstes Organ bleiben die Gemeindeversammlungen.

Weiter steht mit dem auslaufenden Projektstatus von Impuls Zusammenleben aargauSüd ein wichtiger Entscheid an: Die regionale Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden in den Schwerpunkten Kindheit und Jugend, Integration, Freiwilligenarbeit und neu auch Alter soll in eine Regelstruktur überführt werden. Die Kostenbeteiligung liegt bei 8 Franken pro Einwohner; bisher waren es 5 Franken.

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