Übereinkunft
Fischfang im Hallwilersee: Aargau und Luzern aktualisieren 125-jährige Regelung

Nachdem die interkantonale Übereinkunft über den Fischfang im Hallwilersee veraltet ist, haben die beiden Kantone Aargau und Luzern eine neue Regelung der heutigen Zeit angepasst.

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Die Kantone Aargau und Luzern einigen sich auf eine neue Fischerei-Regelung für den Hallwilersee.

Die Kantone Aargau und Luzern einigen sich auf eine neue Fischerei-Regelung für den Hallwilersee.

Andreas Walker

Seit 1894 besteht zwischen den Kantonen Aargau und Luzern eine interkantonale Übereinkunft über die Fischerei im Hallwilersee. Dieses Konkordat sei allerdings inhaltlich veraltet, teilt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau am Mittwoch mit. Daher wurden in der Praxis bereits seit Jahrzehnten die jeweils geltenden kantonalen Fischereigesetzgebungen angewendet.

Das Bundesrecht sieht allerdings vor, dass die beteiligten Kantone an interkantonalen Gewässern die Fischerei im Rahmen der bundesrechtlichen Vorgaben einheitlich regeln müssen. Dies sei nun erfolgt, schreibt das BVU weiter.

Da rund fünf Sechstel des Hallwilersees im Aargau liegen, habe der Kanton Aargau die Federführung übernommen. Dabei wurden neben den Fischereibehörden des Kantons Luzern auch Vertretungen der Aargauer und Luzerner Berufs- und Angelfischerei sowie der KEK Seetal miteinbezogen. Die Rückmeldungen in diesem Sommer seien von breiter Zustimmung geprägt gewesen, so heisst es weiter.

Fischereipatente nicht Teil der Übereinkunft

Inhaltlich fokussiere sich die neue Übereinkunft auf die wesentlichen, eher technischen Aspekte, die gemäss Bundesrecht eben einheitlich geregelt werden müssen. Dies betrifft insbesondere:

  • Voraussetzungen für die Fischereiausübung (Angel- und Netzfischerei)
  • Statistikpflicht
  • Aufsicht
  • Fischereiausübung
  • Bewirtschaftung mit Besatzmassnahmen
  • Schonbestimmungen (Schongebiete, Schonzeiten und Fangmindestmasse)

Bestimmungen zu Fischereipatenten oder -karten seien bewusst nicht in diese Übereinkunft aufgenommen worden. Auch wenn sich beispielsweise die KEK Seetal die Einführung eines Seepatentes gewünscht hätte, müsse dies laut BVU privatrechtlich unter den Nutzungsberechtigten geregelt werden.

Neben dem Kanton Aargau sind am Hallwilersee fünf private fischereiliche Nutzungsrechte vertreten, die Ansprüche geltend machen. Der Kanton Luzern hat am Hallwilersee keine eigenen fischereilichen Nutzungsrechte.

Die beiden Regierungsräte des Kantons Aargau und Luzern haben die Übereinkunft unterzeichnet. Der Bund muss sie noch formell genehmigen. Die jeweiligen, geltenden kantonalen Fischereigesetzgebungen bleiben weiterhin in Kraft. (phh)

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