Ärger im Centovalli
Tessiner Fischer erwischt Aargauer Senioren beim Freiluft-Sex

Zwei Senioren aus dem Aargau wurden im Tessin beim Sex im Freien erwischt. «Wir haben uns nur die Füsse massiert», verteidigt sich das Paar. Die «Blüttler» haben nun ein Strafverfahren am Hals.

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«Aargauer verhaftet!»

«Aargauer verhaftet!»

AZ

Es ist jedes Jahr dasselbe: Steigen die Temperaturen, fallen an der Tessiner Melezza die Hüllen. Der «schärfste Fluss der Schweiz» («Blick») zieht in den Sommermonaten ganze Heerscharen von Nudisten an. Beliebt ist der Fluss im Centovalli vor allem bei Touristen aus der Deutschschweiz und Deutschland.

Auf frischer Tat ertappt

Die Melezza ist zum Ärger der Einheimischen auch ein begehrter Ort für Freiluft-Sex – trotz Verboten und Bürgerpatrouillien. Jüngstes Beispiel: Zwei Männer und eine Frau vergnügen sich auf einem Stein, während ein weiterer Mann nackt im Gebüsch sitzt und das Treiben masturbierend beobachtet.

Ein einheimischer Fischer beobachtet die Szene und ruft die Polizei, wie die Zeitung «La Regione» berichtet. Einer der Männer sowie der Voyeur können fliehen, die Frau (69) sowie ihr Partner (70) werden festgenommen.

«Blüttler werden immer schamloser»

Das Paar aus dem Aargau bestreitet gegenüber der Polizei, Sex gehabt zu haben. Man habe sich nur gegenseitig die Füsse massiert. Die Polizei bleibt hart. Gegen das Paar läuft ein Verfahren wegen öffentlichen Ärgernisses.

Dies ist ganz im Sinne von Giorgio Pellanda. «Solcher Exhibitionismus gehört bestraft», sagte der Gemeindepräsident von Centovalli dem «Blick». Man sei seit Jahrzehnten sehr tolerant mit den Nudisten. «Doch die Deutschschweizer Blüttler werden immer schamloser.»

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