Lenzburg
Sina im Aargauer Literaturhaus: Was war zuerst, der Text oder die Melodie?

Das Aargauer Literaturhaus präsentiert ein vielfältiges neues Programm. Im März wird programmatisch in den Frühling gestartet. An klassischen Literaturabenden halten Autoren und Autorinnen mit ihren neusten Werken in Lenzburg.

Janine Gloor
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Sängerin Sina diskutiert über die Beziehung von Text und Melodie.

Sängerin Sina diskutiert über die Beziehung von Text und Melodie.

Aargauer Zeitung

Lieder sind im Idealfall Literatur mit Melodie. Doch was war zuerst, der Text oder die Melodie? Dieser Frage geht die Mundartsängerin Sina am 19. März im Aargauer Literaturhaus in Lenzburg nach. Die Wahlaargauerin feiert 2019 ihr 25-Jahr-Bühnenjubiläum. Diesen Monat ist ihr neues Album Emma erschienen. Im Literaturhaus tritt Sina zusammen mit Urs Augstburger auf, der den Text zu ihrer aktuellen Single «Ich süächu dich» geschrieben hat. Zusammen werden sie am 19. März über die Kunst des Songwritings und den Zusammenhang von Melodie und Geschichte diskutieren.

Im März startet das Literaturhaus programmatisch in den Frühling. An klassischen Literaturabenden halten Autoren und Autorinnen mit ihren neusten Werken in Lenzburg. Zum Beispiel Peter Stamm am 2. April mit seinem Neuling «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt», das mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden ist.

Die deutsche Schriftstellerin Barbara Honigmann macht am 5. März den Auftakt mit ihrem neusten Werk «Georg», einer Geschichte über ihren Vater Georg und seine unkonventionellen Familienmodelle, eingepackt in die Zeit des Kalten Krieges. Auch Autor Demian Lienhard blickt zurück und zwar ins Zürich der 1980er- und 90er-Jahre. Das Buch «Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat» erzählt die Geschichte der Protagonistin Alba, die für eine aufmüpfige Generation auf der Suche nach mehr Freiraum steht. Das Buch ist das Erstlingswerk des in Baden aufgewachsenen Autors.

Neben dem Abend mit Sina geht es auch an anderen Anlässen um das Werkzeug Sprache und wie daraus eine literarische Erzählform wird. Am 5. April zeigt der Deutsche Comic-Übersetzer Ulrich Pröfrock, wie aus Text und Bild ein literarisches Genre entsteht und warum Übersetzerinnen und Übersetzer von Comics besonders gefordert sind. Zwei Tage später liest Autorin Annette Hug aus ihrem Roman «Wilhelm Tell in Malina» über die Reisen des philippinischen Nationalhelden José Rizal. Ihre Übersetzerin Camille Luscher liest aus der französischen Übersetzung und unterhält sich mit Hug über die Aspekte und Knacknüsse des Übersetzens.

Programm unter Programm unter www.aargauer-literaturhaus.ch/programm/

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