Lenzburg
«Schaut, dass das Haus mit Leben gefüllt wird»

In einer Einweihung wurde das Schulhaus Mühlematt Lenzburg den Schülerinnen und Schülern übergeben. Stadtammann Daniel Mosimann gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass im neuen Schulhaus weiterhin Kinder ein- und ausgehen und nicht bloss «Schüler».

Ruth Steiner
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Susanne Müller, Schulleiterin Angelrain, spricht an der Einweihung
12 Bilder
Stadtammann Daniel Mosimann während seiner Ansprache
Die Besucher hören den Rednern zu
Matthias Baumann , Architekt, Nord gmbh, spricht an der Einweihung
Die Besucher freuen sich über den Neubau
Die Kinder erfreuen die Besucher mit Darbietungen
Einweihung des Schulhauses Mühlematt in Lenzburg
Matthias Baumann , Architekt, Nord gmbh, Basel, und Stadtammann Daniel Mosimann am Apero
Susanne Müller, Schulleiterin Angelrain, und Stadtammann Daniel Mosimann am Apero
Musikalische Umrahmung an der Einweihung
Schüler spielen konzentriert ihre Instrumente
Die Kinder staunen, während die Ballone in die Luft steigen

Susanne Müller, Schulleiterin Angelrain, spricht an der Einweihung

André Albrecht

«Mir tüend rächne, mir tüend schriebe, mir tüend spiele im Mühlimatt.» Singend liessen die Schüler an der offiziellen Einweihungsfeier des neuen Schulhauses Mühlematt am Freitagabend die geladenen Gäste wissen, was in den neuen Schulräumlichkeiten seit Schulbeginn Mitte August vor sich geht. Das Beste an der Anlage sei der Spielplatz waren sie sich einig.

Damit sprachen oder vielmehr sangen sie Stadtammann Daniel Mosimann aus dem Herzen, der anschliessend der Hoffnung Ausdruck gab, dass im «Mühlematt» weiterhin Kinder ein und ausgehen und nicht nur Schülerinnen und Schüler. «Ich wünsche mir für euch, für die Schule und für das Schulhaus, dass ihr herumrennt und spielt, dass ihr lacht und wenn es nötig ist auch widersprecht. Schaut, dass das Haus mit Leben gefüllt wird», forderte er die jungen Menschen auf.

Dort, wo im Kindergarten und in der Primarschule die Freude am Lernen geweckt, die Neigungen und Talente der einzelnen Kinder für ihre weitere persönliche und schulische Entwicklung erkannt und gefördert werden sollen, hat auch das Architekturbüro Nord GmbH, Basel, sozusagen sein Meisterstück abgeliefert. Der Lenzburger Schulhausneubau sei für sein noch junges Architekturbüro der erste Wettbewerb gewesen sei, der gewonnen und das Projekt anschiessend auch realisiert werden konnte, offenbarte der zuständige Büropartner Matthias Baumann und betonte, Bildung sei auch für einen Architekten ein besonders schönes Wirkungsfeld.

Ins gleiche Horn stiess Schulleiterin Susann Müller mit ihrer Botschaft: «Ein neues Schulhaus macht noch keine gute Schule, aber es sind gute Voraussetzungen geschaffen dafür», sagte sie und ergänzte, dass schlussendlich ein gut durchdachtes, praktisches, helles und stilvolles Schulhaus entstanden sei. Sie unterstrich die Äusserungen ihrer beiden Vorredner, wonach bei der Planung nicht nur dem Gebäude, sondern auch dem Aussenraum zum Spielen viel Beachtung geschenkt worden sei. «Die Kinder waren bisher nicht verwöhnt mit Bewegungsraum. Umso mehr ist es eine Freude die vielen Möglichkeiten zu sehen, die sich ihnen im neuen Spielgelände nun bieten», hob sie hervor. Dass der Standort ebenfalls als Schulraum im Freien benutzt werden kann, macht den Platz für die Schulleiterin umso wertvoller.

Der als mehrstöckige Lichthalle gestaltete Eingangsbereich des Schulgebäudes gilt gleichzeitig als Begegnungsraum. Als solcher wurde er von den Gästen bei den anschliessenden Häppchen getestet und für gut befunden. Ebenso stiessen die beiden Tage des offenen Schulhauses bei der Bevölkerung auf reges Interesse.

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