Parkuhren
Lenzburg ist ein Tick moderner – und die Autofahrer sparen Münz

Alle 52 Parkuhren sind jetzt Parkingpay-tauglich. Für die Automobilisten geht keine Parkzeit mehr verloren.

Urs Helbling
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Werben für Parkingpay : Stadtrat Martin Stücheli, Repol-Polizist Markus Basler (Leiter Fachgruppe Verkehr), und Christian Brenner (Abteilung Tiefbau, v.l.) auf dem Kronenplatz.

Werben für Parkingpay : Stadtrat Martin Stücheli, Repol-Polizist Markus Basler (Leiter Fachgruppe Verkehr), und Christian Brenner (Abteilung Tiefbau, v.l.) auf dem Kronenplatz.

Urs Helbling / Aargauer Zeitung

Lenzburg ist in diesem Fall kein Trendsetter. Aber die Verwaltung hat die Gewissheit, dass sie ein ausgereiftes System an- geschafft hat und kein Lehrgeld wird bezahlen müssen. Und die Konsumenten, praktisch ausschliesslich Automobilisten, müssen sich nicht vor Kinderkrankheiten fürchten.

Damit die Parkier-App Parkingpay in Lenzburg möglichst schnell bekannt wird, fand gestern Nachmittag eine Medienkonferenz statt. Mit Stadtrat Martin Stücheli, Beat Brenner, dem Leiter Abteilung Tiefbau und Verkehr in der Stadtverwaltung, und Markus Basler, dem Leiter der Fachgruppe Verkehr bei der Regionalpolizei.

Stücheli sprach von einer zusätzlichen Dienstleistung, die die Stadt erbringe: «Man hat ab sofort die Möglichkeit, die effektive Parkzeit abzurechnen.» Will heissen: Es geht kein Münz verloren, weil der Coiffeur schneller fertig oder das Bierglas rascher leer war als erwartet.

Mit der Parkier-App die Parkdauer einstellen

Die 52 Parkuhren schlucken weiterhin Franken und Euro-Münzen sowie «Jeton Lenzburg». Bei sieben kann man zudem wie bisher mit Kreditkarten zahlen. Und neu bei allen mit der Parkier-App. Diese muss in einem ersten Schritt zu Hause auf das Smartphone heruntergeladen werden. In einem zweiten Schritt gibt man nach dem Parkieren die Zone frei (man sagt faktisch, auf welchem Parkplatz man steht – die entsprechende Nummer ist an der Parkuhr angebracht). In einem dritten Schritt stellt man die voraussichtliche Parkdauer ein (darf vorgegebene Maximalparkzeit des Parkplatzes nicht überschreiten). Und am Schluss meldet man, dass man jetzt abfährt.

Die Stadt hofft, dass möglichst bald möglichst viele Automobilisten auf bargeldloses Parkieren umstellen – weil das Handling des Münzes aufwendig ist. Parkingpay bekommt von der Stadt eine Kommission von etwa vier Prozent (entspricht Kreditkartenkommission).

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