Lenzburg

In fünf Jahrzehnten fünf Mal die Zügelkisten gepackt

Mit dem 50-Jahr-Jubiläum der Firma ist Hans Amrein mit seinem Architekturbüro in die ehemalige Telefonzentrale beim Müli Märt gezügelt. Fünf Mal in fünf Jahrzehnten hat er seinen Firmensitz an eine andere Adresse in der Stadt verlegt.

Heiner Halder
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Hans Amrein und Marco Dell’Aquila haben sich in der ehemaligen Telefonzentrale eingerichtet. HH

Hans Amrein und Marco Dell’Aquila haben sich in der ehemaligen Telefonzentrale eingerichtet. HH

Heiner Halder

Das einstige Swisscom-Gebäude am Waschhausgraben 4 ist bereits der fünfte Sitz seit der Gründung des Büros 1947 durch Oskar Kunz. Die Anfänge der heutigen Kunz + Waser AG befinden sich im Burghaldenhaus. Ab 1959 vorerst als Mitarbeiter, seit 1964 als Partner verantwortlich für Hochbauplanungen und Bauleitungen, ab 1992 bis 2009 als Alleininhaber und seit der Übergabe der Firma an den seit 2000 mitwirkenden Marco Dell’Aquila ist Hans Amrein als Kompagnon nach wie vor als Architekt/Innenarchitekt VSI/ASA Bauberater, Gutachter und Experte tätig.

1955 firmierte das Büro am Metzgplatz im heutigen «Aquatinta», 1964 wurde in die Aavorstadt in die einstige Liegenschaft Eich umgezogen, 1973 richtete man sich in der ehemaligen Post in der früheren Telefonzentrale im 1. Stock ein und 1998 erfolgte der Aufstieg in den Dachstock, bevor es jetzt weiter in die benachbarte alte Telefonzentrale ging. Die Zahl der Mitarbeitenden erreichte mit einem Dutzend das Maximum in den 90er Jahren, jetzt sind es noch ein bis zwei.

Hunderte von Projekten realisiert

Das Wirkungsfeld des Duos ist vielfältig: Es umfasst Architektur, Innenarchitektur sowie Produkte-Design, was individuelle und unkonventionelle Bauvorhaben aller Art, «massgeschneidert» auf die Bedürfnisse des Bauherrn ermöglicht.

Die Rücksichtnahme auf Bauort und Umgebung sowie die Funktionalität des Baues ist den Planern wichtig. «In der Materialisierung und Gestaltung sind wir immer zwei Schritte voraus», rühmt sich Amrein, der auf die Ausarbeitung von rund 600 Projekten inklusive zahlreiche Wettbewerbsteilnahmen zurück blickt.

Umbauten in der Stadt

Referenz-Objekte in der Region sind nebst dem Umbau der Liegenschaft Goldschmied Lüscher in der Rathausgasse als erstes eigenes Werk unter anderem der Umbau der alten Burghalde zum Museum, Sanierung des Kutscherhauses, Neugestaltung der Katholischen Kirche Herz Jesu, Umbau des Müli Kafi im Alterszentrum Obere Mühle, die Hypothekarbank-Filiale in Suhr, Einfamilienhäuser und Industriebauten in der ganzen Deutschschweiz.

Zur Geschäftstätigkeit gehören ferner Wettbewerbsvorbereitungen, Vorprüfungen und Jurierung sowie Machbarkeitsstudien wie etwa für den Neubau der Stiftung für Behinderte in Lenzburg.