Meisterschwanden

Immer wieder tödliche Unfälle, doch Kanton schaut zu

Nach dem tödlichen Motorradunfall am Karfreitag in Meisterschwanden will Gemeindeammann Kurt Kaufmann handeln. Nicht zum ersten Mal kam es nämlich bei der Abzweigung Richtung Seerose auf der Aescherstrasse zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.

Drucken
Teilen
So verlief der tödliche Unfall in Meisterschwanden
5 Bilder

So verlief der tödliche Unfall in Meisterschwanden

Nach dem tödlichen Motorradunfall am Karfreitag in Meisterschwanden will Gemeindeammann Kurt Kaufmann handeln. Nicht zum ersten Mal kam es nämlich bei der Abzweigung Richtung Seerose auf der Aescherstrasse zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.

Kaufmann sind allerdings die Hände gebunden: Die besagte Strasse ist eine Kantonsstrasse, weshalb die Gemeinde nur bedingt handeln kann. «Ich habe bei der Polizei am Karfreitag beantragt, dass bei der Abzweigung ein Stopp-Signal errichtet wird. Wir werden an der nächsten Gemeinderatssitzung darüber diskutieren», so Kaufmann.

Doch das ist nicht alles: Meisterschwanden fordert seit Jahren eine Temporeduktion auf der Todesstrecke. Dies wurde allerdings vom Kanton abgelehnt.

Ausserdem soll im Zusammenhang mit der Nutzungsplanung nicht mehr wie bisher Tempo 80, sondern nur noch Tempo 60 gelten. Das hat die Gemeinde beim Kanton beantragt. Denn: «Dort wird eben gerne etwas schneller gefahren», weiss Kaufmann. Von einem Kreisel hält er hingegen wenig: «Wir haben dort schlicht zu wenig Verkehr unter der Woche.»

Am Karfreitag kam ein 49-jähriger Töfffahrer aus dem Baselland ums Leben, weil er von einem 26-jährigen Autofahrer aus dem Aargau, der in die Seerose abbiegen wollte, übersehen worden war. (sha)