Hallwil
Ergänzungsbeiträge: Dank dem hohen Steuerfuss erhält die Gemeinde 304'000 Franken

In Hallwil ist der Steuerfuss seit 2021 bei 127 Prozent. Das ist eine von drei Voraussetzungen, welche der Gemeinde Ergänzungsbeiträge einbringen, die sie benötigt. Das Budget 2023 schliesst trotzdem mit einem Minus.

Anja Suter
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Hallwil hat den höchsten Steuerfuss im Aargau. Dieser wird auch nächstes Jahr bei 127 Prozent bleiben.

Hallwil hat den höchsten Steuerfuss im Aargau. Dieser wird auch nächstes Jahr bei 127 Prozent bleiben.

Chris Iseli

Zusammen mit der Gemeinde Tägerig teilt sich Hallwil einen unbeliebten ersten Platz. Jenen des höchsten Steuerfusses im Kanton Aargau. Dieser liegt bei beiden Gemeinden bei 127 Prozent. In Hallwil erhöhte man auf 2021 im zweiten Anlauf von 117 auf 127 Prozent, nachdem die Steuerfusserhöhung im Vorjahr vom Souverän abgelehnt wurde.

Die Höhe des Steuerfusses hilft den Hallwiler Finanzen doppelt. Die Gemeinde erhält so für 2023 neben den 316'000 Franken aus dem kantonalen Finanzausgleichsfonds, auch Ergänzungsbeiträge von 304'000 Franken. Dies, weil der Steuerfuss von Hallwil 25 Prozentpunkte über dem kantonalen Durchschnitt liegt. Zudem gelten die Einnahmequellen der Gemeinde als maximal erschöpft und die Ausgaben lassen sich zumutbarer nicht noch mehr senken, ohne unter den kantonsweiten üblichen Standards zu sein. Das Hallwiler Budget 2023 schliesst mit einem Minus von 26'813 Franken.

Leitungen gehören doch den beiden Gemeinden

Ebenfalls Thema an der Gmeind ist ein Kredit von 366'000 Franken für die Sanierung der Kanalisations-Gemeinschaftsleitung Dürrenäsch-Hallwil. Wobei der Anteil von Hallwil 244'000 Franken beträgt. Das Geschäft war bereits an der Sommergmeind traktandiert, wurde aber aufgrund von einer Wortmeldung zurückgewiesen. Der Votant war der Meinung, dass der betroffene Leitungsabschnitt im Eigentum des Abwasserverbandes liegt und dieser die Kosten zu tragen hat.

Bei Gesprächen mit dem Verband habe sich aber herausgestellt, dass es sich beim zu sanierenden Leitungsstück – wie bereits an der letzten Versammlung ausgeführt – nicht um Leitungen im Eigentum des Verbandes handle. Die betroffenen Leitungsstücke stammen aus den Jahren 1965, respektive 1972. Untersuchungen ergaben zudem, dass gewisse Haltungen nicht mehr dicht sind. Die Schächte werden noch einer Dichtungsprüfung unterzogen.