Lenzburg

Flüchtlinge verköstigen Läufer

Im Verpflegungstrupp am Lenzburger Lauf sind erstmals Flüchtlinge engagiert. An der Charity-Stafette laufen dieses Jahr auch Behinderte mit.

Henrik Furrer
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Ob man heuer die Rekordzahl von 1500 Läufern überbieten kann, ist noch nicht abzuschätzen – das hängt vor allem von den spontanen Teilnehmern ab, die sich bei schönem Wetter am Lauftag noch anmelden. Bild Lenzburger Lauf 2015.

Ob man heuer die Rekordzahl von 1500 Läufern überbieten kann, ist noch nicht abzuschätzen – das hängt vor allem von den spontanen Teilnehmern ab, die sich bei schönem Wetter am Lauftag noch anmelden. Bild Lenzburger Lauf 2015.

Archiv/Markus Christen

Am 28. Mai findet der 32. Lenzburger Lauf statt. Auch dieses Jahr werden wieder unzählige freiwillige Helfer dafür sorgen, dass alles geregelt über die Bühne geht. Neu ist: An der diesjährigen Ausgabe des traditionsreichen Laufes werden erstmals zwei Flüchtlinge mithelfen. Sie sind im Verpflegungstrupp und werden für die hungrigen Läufer Falafel zubereiten.

Das Engagement der Flüchtlinge eingefädelt hat Rafael Enzler, OK-Mitglied und Ressortverantwortlicher Verpflegung am Lenzburger Lauf. Auf die Idee gebracht hat ihn ein Artikel der az über das Gastronomie-Projekt Al Salam, welches einen von Flüchtlingen betriebenen Catering-Service anbietet (az vom 23.2.). «Wir probieren mal etwas Neues», so Enzler.

Alternative zur Bratwurst

Vom neuen Verpflegungsangebot sollen beide Seiten profitieren: «Wir wollen einerseits den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und sich für die Region zu engagieren», sagt Enzler. Andererseits soll den Läufern mit den Falafeln eine Alternative zu Bratwurst und Cervelat geboten werden. «Zwar bevorzugen die Läufer nach dem Rennen erfahrungsgemäss eher traditionelle Kost, aber ein wenig Abwechslung schadet nicht.»

Neben den zwei Flüchtlingen im Verpflegungstrupp sind am Lenzburger Lauf jeweils zwischen 140 und 160 Helfer ehrenamtlich engagiert. «Wir haben viele junge Helfer vom Turnverein», erzählt OK-Co-Präsidentin Christine Wilhelm. «Es gibt aber auch viele langjährige Helfer, von denen einige bereits beim ersten Lauf vor über 30 Jahren dabei waren.» Die meisten dieser Freiwilligen werden als Streckenposten eingesetzt.

Der Lenzburger Lauf lebt aber nicht nur von den ehrenamtlichen Helfern, sondern natürlich auch von den Läufern. Ob man die Rekordteilnehmerzahl von über 1500 Läufern dieses Jahr überbieten kann, könne man zur Zeit noch nicht abschätzen. «Das hängt vor allem von den spontanen Teilnehmern ab», sagt Wilhelm. «Bei gutem Wetter haben wir am Lauftag jeweils sehr viele kurzfristige Teilnahmen.» Die OK-Co-Präsidentin hofft zudem, dass auch dieses Jahr wieder einige Schulklassen am Lauf mitmachen. «Von den Schulen Lenzburg und Niederlenz haben sich bereits Klassen angemeldet.»

Auch Behinderte laufen mit

An der diesjährigen Ausgabe des Lenzburger Laufs findet zum dritten Mal die Charity-Stafette statt. Begünstigte ist dieses Mal die Stiftung Zeka, die sich für Menschen mit Körperbehinderung einsetzt. «Die Stiftung feiert dieses Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum, deswegen haben wir uns für sie als Begünstigte entschieden», sagt Wilhelm. Die «Zeka» sei zwar im ganzen Kanton tätig, mit dem gesammelten Geld werde aber gezielt die Therapiestelle in Lenzburg unterstützt. «Erfreulich ist, dass die Stiftung ebenfalls an der Charity-Stafette mitlaufen wird», so Wilhelm. «Sie treten mit einem Team aus Klienten und Betreuern an.»