Lenzburg/Niederlenz
Die gemeinsame Kies Lenz AG soll Stärke am Markt beweisen

Die Ortsbürgergemeinden haben als gleichwertige Hauptaktionäre die neue Kies Lenz AG gegründet.

Fritz Thut
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Die Verantwortlichen der Kies Lenz AG (von links): Heinrich Haller (Vizepräsident des Verwaltungsrats), Michael Sutter (Geschäftsführer), Werner Eichenberger (Verwaltungsratspräsident), Richard Meyer (Verwaltungsrat), Jürg Link (Verwaltungsrat) und Martin Stücheli (Verwaltungsrat); es fehlt Alexander Krebs (Verwaltungsrat).

Die Verantwortlichen der Kies Lenz AG (von links): Heinrich Haller (Vizepräsident des Verwaltungsrats), Michael Sutter (Geschäftsführer), Werner Eichenberger (Verwaltungsratspräsident), Richard Meyer (Verwaltungsrat), Jürg Link (Verwaltungsrat) und Martin Stücheli (Verwaltungsrat); es fehlt Alexander Krebs (Verwaltungsrat).

«Wir haben die Geschichte nun zu einem glücklichen Abschluss gebracht.» Das erfolgreiche Story-Ende ist für den Lenzburg Stadtrat Martin Stücheli die formelle Gründung der Kies Lenz AG, die Bestellung des Verwaltungsrates und die Wahl des Geschäftsführers. Damit ist nicht nur die operative Zusammenlegung der Kieswerke der Ortsbürgergemeinden von Lenzburg und Niederlenz, sondern auch deren langfristige Zukunft gesichert.

An einer Orientierung im Niederlenzer Gemeindehaus liessen die Protagonisten nochmals die Entstehungsgeschichte des gemeinsamen Daches der beiden Kieswerke Revue passieren. Ein erster Anlauf zur Zusammenlegung ist gescheitert. «Es kam Sand ins Getriebe», fand der Niederlenzer Gemeindeammann Jürg Link einen passenden Vergleich.

Das politische Umfeld sei beileibe «nicht einfach» gewesen, räumt Stücheli ein. Den Gordischen Knoten durchschlagen habe man, als ein Firmenmodell gefunden wurde, bei dem die Ortsbürger weiterhin Besitzer der Kiesabbaugebiete bleiben können. An ausserordentlichen Gemeindeversammlungen haben die Ortsbürger im März der Lösung zugestimmt.

Die neue Kies Lenz AG, an der die Ortsbürgergemeinden je mit 45 Prozent und die Beton Niederlenz-Lenzburg AG mit 10 Prozent beteiligt ist, pachtet die bestehenden Werke. Die Ortsbürgergemeinden erhalten neben dem Pachtzins, Abbau- und Deponieentschädigungen auch Darlehenszinsen. Als Aktionäre sind sie zudem am Geschäftserfolg der neuen AG beteiligt: «Die Dividende ist dann der Zuckerguss auf dem Kuchen», sagt Verwaltungsratspräsident Werner Eichenberger.

Eichenberger, ein jetzt im Emmental lebender gebürtiger Aargauer, steht dem strategischen Gremium als aussenstehender Fachspezialist vor. Je zwei Verwaltungsräte stellen die beiden Ortsbürgergemeinden. Für Lenzburg sind dies Stadtrat Stücheli und Alexander Krebs und für Niederlenz Gemeindeammann Link und Heinrich Haller (als Vizepräsident des Verwaltungsrats). Komplettiert wird der Verwaltungsrat vom Dintiker Baumeister Richard Meyer als Vertreter der Beton-Niederlenz AG.

Unter Leitung des gewählten Geschäftsführers Michael Sutter soll sich das neue Unternehmen mit einem breiten Angebot aus einer Hand behaupten. Meyer, der die Kunden der Branche bestens kennt, ist überzeugt: «Mit der neuen Organisation haben wir einen stärkeren Auftritt auf dem Markt.»

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