Lenzburg

«Der Weg zur Velostadt ist noch weit»

An der Einwohnerratssitzung vom Donnerstag gab die Beantwortung des Velo-Postulats zu reden. Man sei noch lange nicht am Ziel, sagte etwa der Grünliberale Daniel Fischer.

Fritz Thut
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Gemäss den Postulanten soll Lenzburg überall so velofreundlich sein wie hier in der Rathausgasse.

Gemäss den Postulanten soll Lenzburg überall so velofreundlich sein wie hier in der Rathausgasse.

Chris Iseli

Einige Anliegen zur Velostadt Lenzburg, wie sie vor zwei Jahren in einem Einwohnerratspostulat formuliert wurden, seien erfreulicherweise aufgenommen oder schon umgesetzt worden. Dieses Zugeständnis machten die Fraktionssprecher an der Einwohnerratssitzung vom Donnerstag, als die stadträtliche Antwort zur Diskussion stand.

Am Ziel, der gezielten Förderung des Langsamverkehrs, sei man jedoch noch lange nicht, selbst wenn die im Bericht enthaltenen Versprechen des Stadtrates umgesetzt werden, wurde moniert. «Der Weg zur Velostadt Lenzburg ist noch weit», hielt der Grünliberale Daniel Fischer fest. Gegen die vier Stimmen der GLP-Fraktion wurde jedoch die stadträtliche Antwort gutgeheissen.

Verschiedene Knackpunkte

In ihrem vor zwei Jahren eingereichten Postulat listeten die Mitglieder der GLP/CVP-Fraktion und weitere Mitunterzeichnende drei Begehren auf. Neben der Förderung der sicheren Nutzung des Velos in der Stadt und der Forderung nach einem regionalen Velokonzept mit den umliegenden Gemeinden wurden zehn konkrete Pendenzen aufgezeigt, wo mit Massnahmen möglichst rasche Lösungen herbeigeführt werden sollen.

Sabine Sutter (CVP) zeigte sich als Mit-Postulantin mit der stadträtlichen Antwort «teilweise zufrieden» und räumte ein: «Uns erscheint es sinnvoll, dass man im Rahmen des gegenwärtig erarbeiteten Kommunalen Gesamtplans Verkehr übergeordnet nach Lösungen sucht.»

Sutter wäre dankbar gewesen, wenn gewisse Anliegen als Aufträge festgeschrieben worden wären. Zwei Knackpunkte wurden da besonders erwähnt: Der Seetalplatz beim «Schneeflöcklihaus», wo nach Sutter gar «eine Kreuzung auf zwei Ebenen» geprüft werden müsste. Ein kommunalpolitischer Dauerbrenner ist der Übergang des Radweges über die Ammerswilerstrasse bei der Fünfweiher-Waldecke: «Muss hier wirklich ein Unfall passieren, bevor man von Neuem das Gespräch sucht?» fragte Sutter.

Der zuständige Stadtrat Martin Steinmann verwies darauf hin, dass dem Stadtrat in vielen Aspekten auch Grenzen gesetzt sind: «Bei der Ammerswilerstrasse sind wir auf die Mithilfe des Kantons angewiesen.»

Beatrice Taubert (SP) fand es «erfreulich, dass schon einige Sofortmassnahmen umgesetzt wurden». Auch sie kennt die Grenzen der Machbarkeit, wenigsten der schnellen. Doch sie und die andern Befürworter von weiteren Massnahmen trösten sich: «Auch kleine Schritte führen zum Ziel.»