Lenzburg
Der Stadtammann ist nicht auf den Mund gefallen

Zur Saisoneröffnung des Literaturhauses ging es um die Bedeutung von Redewendungen. Stadtammann Daniel Mosimann lieferte die originellsten Begründungen.

Fritz Thut
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Lea Guidon, Jens Steiner, Daniel Mosimann, Big Zis und Literaturhaus-Leiterin Bettina Spoerri bestritten den Saisoneröffnungsanlass.

Lea Guidon, Jens Steiner, Daniel Mosimann, Big Zis und Literaturhaus-Leiterin Bettina Spoerri bestritten den Saisoneröffnungsanlass.

Fritz Thut

Wer hätte gedacht, dass die Redewendung «jemandem einen Bärendienst erweisen» etwas mit Berner Beamten, dem Bärengraben und Honig als Bestechung zu tun hat? Diese These vertrat der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann am Freitagabend und bewies damit, das er dem Titel des «Literaturhaus»-Anlasses («Nicht auf den Mund gefallen») am nächsten kommt.

In grösserem Rahmen

Erstmals fand die Saisoneröffnung des Aargauer Literaturhauses in einem grösseren Rahmen statt. Statt im angestammten Müllerhaus fanden sich die zahlreichen Literaturfreunde im reformierten Kirchgemeindehaus ein. Und wurden Zeugen eines originellen Wettbewerbs rund um geflügelte Worte.

Ein Quartett musste sich in wenigen Minuten originellen Erklärungen für vier bekannte Redewendungen ausdenken. Neben Stadtammann Mosimann, der erwartungsgemäss den Heimvorteil als Lenzburger, als Politiker und als ehemaliger Schulleiter bei der Publikumswahl zu nutzen wusste, waren die Autoren Lea Guidon und Jens Steiner sowie die Rapperin Big Zis mit von der Partie. Big Zis sorgte zudem zusammen mit Musiker Domenico Ferrari für zwei Intermezzi.

Schnelle Pointen gesucht

«Wer kann besser fantasieren?» Unter dieses Motto stellte Literaturhaus-Leiterin Bettina Spoerri den Abend: «Es geht nicht darum Wissen zu zeigen.» Getreu diesen Vorgaben suchte das Quartett nach schnellen, pointierten Erklärungen für Begriffe wie «eine Eselsbrücke bauen», «aus dem Effeff beherrschen» und «Bahnhof verstehen».

Bei den beiden letzten Runden durfte das Publikum mitmachen und auf der Bühne selbst Vorschläge präsentieren, die neben den vier Profi-Formulierern nicht einmal abfielen.

Und die Fabulierei geht weiter: Bis am 10. September kann die Öffentlichkeit ebenfalls mitmachen. Wer liefert auf info@aargauer-literaturhaus.ch eine originelle Herleitung für «Nicht auf den Mund gefallen»?

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