Beinwil am See
Es bleibt bei sieben Häusern – dennoch macht das Projekt Seehalde eine Zusatzrunde

An bester Lage in Beinwil am See sollen sieben Einfamilienhäuser gebaut werden – das Baugesuch lag im Februar dieses Jahres auf. Jetzt gibt es ein Änderungsgesuch. Der zuständige Gemeinderat Martin Grütter erklärt, was alles anders wird.

Anja Suter
Drucken
Mit den Visualisierungen wurde den Interessierten an der Infoveranstaltung gezeigt, wie die Häuser aussehen könnten.

Mit den Visualisierungen wurde den Interessierten an der Infoveranstaltung gezeigt, wie die Häuser aussehen könnten.

Kurt Weber Immobilien AG

Das Projekt Seehalde beschäftigt Beinwil am See seit über einem Jahrzehnt. Involviert sind neben der Bauherrschaft auch die Gemeinde und Anwohnende. Letztere waren mit dem geplanten Bauprojekt über Jahre nicht einverstanden und zogen gegen das Projekt bis vor Verwaltungsgericht.

Doch es kehrte Ruhe ein. Der Gestaltungsplan für die Seehalde steht und im Februar lag das Baugesuch für sieben Einfamilienhäuser mit Blick auf den Hallwilersee auf, welche die Kurt Weber Immobilien AG bauen möchte. Gegen das Projekt gingen mehrere Einwendungen ein.

Im Mai präsentierten die Gemeinde und die Kurt Weber Immobilien AG gemeinsam an einem Informationsanlass das weitere geplante Vorgehen. Bei den Einfamilienhäusern sei man noch nicht in den Vorverkauf gegangen, erklärte Kurt Weber damals. Man wolle warten, bis die Fassaden aller Häuser stehen, dies auch, damit die geplante Bauzeit von zwei Jahren eingehalten werden könne.

Ansonsten stehe seitens des Eigentümers und Bauherren dem Baustart nichts mehr im Weg: «Wir sind eigentlich parat, wir warten nur noch auf die Baubewilligung», sagte Weber.

Der Schutzraum fehlte in der Planung

Eine Bewilligung liegt nun aber noch nicht vor. Stattdessen liegt bei der Gemeinde bis am 14. November wieder ein Baugesuch zur Seehalde auf. Dabei handle es sich primär um einen «zusätzlichen Schutzraum», heisst es im Beschrieb zum Gesuch. «Seitens der Gemeinde sind wir davon ausgegangen, dass es keinen Schutzraum braucht, doch der Kanton hat dies anders beurteilt», erklärt der zuständige Gemeinderat Martin Grütter auf Anfrage.

Bei den übrigen Änderungen handelt es sich um Präzisierungen und Anpassungen am Terrain, dem Sitzplan oder der Umgebungsgestaltung, die teilweise auf Wunsch von Nachbarn und Anwohnern in das Projekt eingeflossen sind. «Ein Anwohner hat beispielsweise darum gebeten, dass weniger hohe Pflanzen gewählt werden.» Das vorliegende Gesuch schätze man seitens des Gemeinderates durchaus als bewilligungsfähig ein, so Grütter.

Mit dem Start des Bauprojektes ist bei der Seehalde auch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. An der Informationsveranstaltung sprachen die Verantwortlichen von 750 LKW-Fahrten während der zweijährigen Bauzeit. Aus diesem Grund wurde ein Verkehrskonzept ausgearbeitet. Dieses sieht für die Seehaldenstrasse ein Einbahnregime während der Bauzeit vor. Somit wäre die Strasse dann nur Richtung Dorf befahrbar.

Die Anwesenden sprachen sich im Mai mehrheitlich für ein temporäres Einbahnregime aus. Aber eines, das nicht am Wochenende und an den Abendstunden gelten solle. «Wenn wir ein Einbahnsystem machen, dann nur dann, wenn es benötigt wird», sagte Ammann Peter Lenzin.