Halbüberdeckung Lenzburg

Astra bremst in Lenzburg zu hohe Lastwagen aus

Um die Arbeiter zu schützen, welche über der A1 die Halbüberdeckung Lenzburg betonieren, hat das Bundesamt für Strassen (Astra) zwischen Schafisheim und Lenzburg ein spezielles Sicherheitssystem installiert.

Toni Widmer
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A1 Halbüberdeckung Lenzburg

A1 Halbüberdeckung Lenzburg

Christine Fürst

Vor wenigen Wochen ist mit den Vorarbeiten für das Dach der 450 Meter langen Halbüberdeckung auf der A1 in Lenzburg begonnen worden. Seit dieser Woche wird regelmässig betoniert. Die Arbeiter verrichten diese Tätigkeit rund fünf Meter über der Fahrbahn bei rollendem Verkehr.

Rechte Fahrspur wird automatisch gesperrt

Lastwagen, welche die A1-Baustelle verbotenerweise mit Überhöhe passieren wollen, werden mit einem automatischen System ausgebremst. Auf der Höhe des Strassenverkehrsamtes in Schafisheim sind auf der Fahrbahn Zürich unter der Autobahnüberführung Sensoren angebracht. Sie reagieren auf die Höhe der durchfahrenden Lastwagen. Wenn ein Fahrzeug passiert, das über 4,35 Meter hoch ist, wird im Baustellenbereich die rechte Spur der Fahrbahn Zürich sofort automatisch gesperrt.

Dazu sind vor der Baustelle in Abstand von jeweils etwa 100 bis 150 Meter insgesamt drei Lichtsignalanlagen montiert worden. Bei gemeldeter Überhöhe schalten die rechten Ampeln sofort auf Rot. Der gesamte Verkehr wird mit Signalpfeilen auf die linke Spur gewiesen.

Nach der im Bau begriffenen Halbüberdeckung, beziehungsweise nach dem Gefahrenbereich, wird die rechte Spur automatisch wieder frei gegeben. Ein zweiter Sensor meldet zudem, wenn der zu hohe Lastwagen vorbei gefahren ist und die Ampeln vor der Baustelle schalten wieder auf Grün.

Täglich mindestens ein Sünder

Wie nötig die Sicherungseinrichtung ist, zeigen die bisher gemachten Erfahrungen: «Wir haben die Anlage anfänglich auf eine Höhe von 4,30 Meter justiert», sagt Andrew Imlach. Dabei sei täglich weit über ein Dutzend Mal Alarm ausgelöst und die rechte Fahrspur im Baustellenbereich gesperrt worden. Deshalb sei die Justierung um 5 Zentimeter erhöht worden. «Damit können wir die Sicherheit noch immer garantieren. Der Verkehrsfluss ist aber besser, weil es weniger Sperrungen gibt», erklärt Imlach. Auch jetzt löst laut Astra-Projektleiter der «Höhenmesser» noch mindestens ein- bis zweimal täglich aus, weil auf der A1 in Richtung Zürich Lastwagen unterwegs sind, deren Ladung die erlaubte Maximalhöhe von 4 Metern um mindestens 35 Zentimeter überragt.