Lenzburg
2018 war das zweitbeste Jahr in der Geschichte von Museum Aargau – trotz Schloss-Umbau

Mehr als 270'000 Besucher lockten die Angebote von Museum Aargau im 2018 an. Schuld am Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr war nicht etwa das warme Wetter, sondern der Umbau von Schloss Lenzburg.

Stefania Telesca
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Seit April steht der Kran beim Schloss Lenzburg.

Seit April steht der Kran beim Schloss Lenzburg.

Sandra Ardizzone

270'000 Besucher lockte das Museum Aargau im Jahr 2018 an seine neun Standorte. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Marco Castellaneta, Direktor von Museum Aargau bestätigt, dass es trotzdem ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen sei: «Die letzten drei Jahre waren unsere Besucherzahlen auf einem sehr hohen Niveau, auch im schweizweiten Vergleich. Unser Ziel waren 270'000 Besucher und unser Ziel ist es diese Zahl weiterhin zu halten.»

Die niedrigere Besucherzahl lässt sich auf den Umbau im Schloss Lenzburg zurückführen. Dort steht seit April ein 55 Meter hoher Kran. Das Schloss wird für insgesamt 3,8 Millionen Franken saniert. «Aufgrund des Baukrans konnten wir den Innenhof des Schlosses nur reduziert nutzen. So fiel zum Beispiel auch unser Sommeranlass weg. Allein dies machte ein paar tausend Besucher aus», sagt Marco Castellaneta. Ausserdem wird der Rittersaal renoviert und blieb geschlossen für Veranstaltungen.

Sportliche Premiere

Trotz der Bauarbeiten war der Mittelaltermarkt im September mit 9000 Personen sehr gut besucht. Dies sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein besonderes Highlight gab es im Oktober im Schloss Hallwyl, zum ersten Mal führte der Hallwilerseelauf durch den Schlosshof.

Am 6. Januar präsentiert Museum Aargau in der Klosterkirche Königsfelden das Thema für nächstes Jahr: «Gaumenfreuden! Essgeschichten aus 2000 Jahren». Dabei wird sich alles um die Ess- und Trinkgeschichten aus zwei Jahrtausenden drehen. In diesem Rahmen gibt Museum Aargau ein Kochbuch mit Rezepten aus dem Mittelalter zum Nachkochen heraus.

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