Pandemie

Zwölf Aargauer Schulklassen befinden sich in Quarantäne – wann wird sie verfügt?

Kommt es zu Ansteckungen mit dem Coronavirus, kann das Conti Quarantäne für ganze Schulklassen anordnen. Aktuell ist dies bei zwölf Klassen im Aargau der Fall.

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Wenn sich mehrere Schulkinder infizieren, kann für die ganze Klasse eine Quarantäne angeordnet werden. (Symbolbild)

Wenn sich mehrere Schulkinder infizieren, kann für die ganze Klasse eine Quarantäne angeordnet werden. (Symbolbild)

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Aufgrund mehrerer Coronafälle bleibt die kantonale Mittelschule in Nidwalden vorsorglich für zwei Wochen geschlossen. So weit ist es im Aargau bisher nicht gekommen. Aktuell (Stand: Montagabend) befinden sich zwölf Aargauer Schulklassen in Quarantäne, wie Simone Strub, Mediensprecherin des kantonalen Bildungsdepartements, auf Anfrage mitteilt. Neun an der Oberstufe der Volksschule, zwei an der Primarschule und eine an einer Berufsfachschule.

Kaum Quarantänen werden für Klassen der Sekundarstufe II und künftig auch für Klassen der Oberstufe verfügt. Dank Maskenpflicht komme es dort nur selten zu engen Kontakten während des Unterrichts oder auf dem Schulareal. Müssen sich allerdings gleich mehrere Einzelpersonen in Quarantäne begeben, könne es vorkommen, dass die ganze Klasse in den Fernunterricht versetzt wird. Dies laut Strub aus "schulorganisatorischen Gründen": Weil der Unterricht durch mehrere Abwesenheiten zu stark beeinträchtigt würde.

Wann die Quarantäne einer Klasse notwendig wird

Wer sich in Quarantäne begeben muss, bestimmt das Conti – die Kompetenz- und Koordinationsstelle für das Contact Tracing. Werden zwei und mehr Kinder in einem Abstand von weniger als zehn Tagen in derselben Klasse positiv getestet, oder wird eine Lehrperson positiv getestet, könne im Einzelfall die Quarantäne einer Klasse notwendig sein, so Strub. Die Infektionsausbrüche würden situativ beurteilt.

Insbesondere in unklaren Situationen – wenn sich mehrere Personen im gleichen Raum angesteckt haben – könne eine Quarantäne auch für nicht "enge Kontaktpersonen" angezeigt sein. «Andererseits sind bei bekannter Infektionskette oder bekanntem (anderem) Ansteckungsort auch weniger weitreichende Massnahmen möglich», erklärt Strub weiter. Ziel seien verhältnismässige und zielgerichtete Massnahmen. (fh/sam)