Prämierung
«Eine seit langem bestehende Lücke wird gefüllt» – «Raumforum Aargau» erhält Heimatschutzpreis 2022

Am Samstag wurde der mit 10'000 Franken dotierte Heimatschutzpreis vergeben. Der Verein «Raumforum Aargau » ist der Gewinner der diesjährigen Ausgabe

Drucken

Der Aargauer Heimatschutz wird seit 36 Jahren vergeben. Er ist der bekannteste Preis seiner Gattung im Kanton Aargau und mit 10'000 Franken dotiert. Am Samstag wurde er in der Alten Rockwell-Halle in Aarau erneut vergeben. Der Gewinner ist der Verein «Raumforum Aargau», der für den vorbildlichen Einsatz zur nachhaltigen Gestaltung des Lebensraums und der Baukultur im Kanton Aargau ausgezeichnet wurde.

Das Rahmenthema des Heimatschutzpreises 2022 lautete «Nachhaltige Entwicklung im Aargauischen Lebensraum», welcher der Verein «Raumforum Aargau» gemäss der Jury vorbildlich umsetzt.

Thomas Häfliger (links) von der Credit Suisse AG, Architekt Beat Schneider (Mitte) und Nicoletta Brentano-Motta (rechts), der Obfrau der Jury des Aargauer Heimatschutzpreises bei der Checkübergabe.

Thomas Häfliger (links) von der Credit Suisse AG, Architekt Beat Schneider (Mitte) und Nicoletta Brentano-Motta (rechts), der Obfrau der Jury des Aargauer Heimatschutzpreises bei der Checkübergabe.

zvg

Der junge Verein möchte das sperrige Thema Raumplanung und Raumentwicklung konkret und leicht verständlich unter die Leute bringen. Und dies in einem Kanton, der nach wie vor ein Wachstumskanton ist, wie Landammann Alex Hürzeler an der Feier betonte. Es freut ihn, dass eine neue Institution ähnliche Interessen und Ideen verfolgt, wie etwa die Denkmalpflege. Auch, dass man sich einzusetzen für «ein lebenswertes Nebeneinander von guter Baukultur – sowohl der historisch relevanten Bauten wie auch der neu zu schaffenden Gebäude, Quartiere und Orte.»

Eine seit langem bestehende Lücke im Kanton füllen

Laudatorin Christine Egerszegi-Obrist freute sich sehr, dass das «Raumforum Aargau» nun «eine seit langem bestehende Lücke im Kanton füllt, indem dieses Fachleute und Öffentlichkeit zusammenschliesst, um engagiert und unentgeltlich für eine nachhaltige Entwicklung im Aargauischen Lebensraum einzustehen.»

Den konkreten Stoff dazu lieferte Kantonsplaner Daniel Kolb gleich selbst, als er das Publikum auf eine virtuelle Reise durch den Kanton mitnahm. Durch rund 60 Ortsbilder von nationaler Bedeutung, grossartige Landschaften, Hügelzüge, Seen, Flüsse und Wasserschloss, aber auch durch hässlich verbaute Gegenden: «Es ist genial, dass sich ein paar aufmerksame und engagierte Leute zusammengefunden haben, um eine Plattform für den Diskurs zu schaffen. Er steht am Anfang jeder positiven Entwicklung,» sagte Kolb begeistert.

Nachhaltige Entwicklung im Aargauischen Lebensraum

Stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen vom «Raumforum Aargau» nahm Architekt Beat Schneider den Preis entgegen, die Urkunde aus den Händen von Nicoletta Brentano-Motta, der Obfrau der Jury des Aargauer Heimatschutzpreises, und den Check von Thomas Häfliger von der Credit Suisse (Schweiz) AG, welche sich damit als Sponsorin des Preises verabschiedet, nach vielen Jahren der exzellenten Zusammenarbeit mit dem Aargauer Heimatschutz. (cam)