Zofingen
Mitte Februar kommen weitere 31 Asylbewerber

Diesen Monat ziehen weitere Familien mit Kindern ins Asylzentrum Zofingen. Nächsten Montag können auch Kinder bis zur 5. Klasse erstmals zur Schule.

Michael Flückiger
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Das Asylzentrum im alten Pflegeheim des Spitals Zofingen.

Das Asylzentrum im alten Pflegeheim des Spitals Zofingen.

Das Asylzentrum Zofingen füllt sich stetig. Per Ende Januar fanden 85 Personen Unterschlupf in Zofingen, 47 davon sind Jugendliche bis 18 Jahre. 16 Kinder sind zwischen 0 und 4 Jahre alt, 9 Kinder zählen 5 bis 8 Jahre, 11 Kinder 9 bis 12 und weitere 11 Kinder 12 bis 18 Jahre.

Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
13 Bilder
Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen
Einblick in die Asylunterkunft Zofingen

Impressionen aus der Asylunterkunft Zofingen

Raphael Nadler

Nun treffen weitere 31 Asylbewerberinnen und Asylbewerber ein, sodass bis Mitte Februar bereits 116 Personen die Räume des ehemaligen Pflegezentrums Zofingen bewohnen.

Bis anhin fanden sie Platz im Erdgeschoss. Nun geht auch das erste Obergeschoss in Betrieb. Jedes der beiden Geschosse verfügt über mehrere Teilbereiche mit je einer eigenen Küche und einer Waschküche. Nicht belegt wird das zweite Obergeschoss. Es dient dem Eigenbedarf des Spitals Zofingen.

«Es läuft gut mit den Asylbewerbern. Aufgrund der Vorabklärungen mit dem Spital, den Behörden und weiteren Betroffenen durften wir das auch erwarten», sagt Balz Bruder, Sprecher des Departements für Gesundheit und Soziales (DGS) des Kantons Aargau.

Zofingen mit höchstem Bestand

In Zofingen finden vor allem Familien Aufnahme, wie Dominik Gresch, der für das Asylwesen zuständige Stadtrat, bestätigt: «Der Kanton hält sich hier vollumfänglich an die Abmachungen mit uns.» Auch bei den nächsten 31 Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sind keine alleinstehenden Männer mit von der Partie.

In der laufenden Woche ziehen 19 Personen in die Unterkunft ein. Die Familien stammen vorwiegend aus Syrien, Eritrea und dem Kosovo. Weitere 12 Personen treffen in der kommenden ersten Schulwoche nach den Sportferien in Zofingen ein.

Diese Gruppe besteht aus alleinstehenden Frauen mit Kindern. Sie alle stammen aus Syrien, Eritrea und Sri Lanka. Balz Bruder bekräftigt, dass der Kantonale Sozialdienst nach wie vor viel Wert auf die Struktur der Asylbewerber legt. «In Zofingen sind vor allem Syrer und Eritreer stationiert. Die verstehen sich gut und stehen nicht in historisch gewachsenen Konflikten zueinander.»

Zofingen wird damit ab Mitte Februar den höchsten Bestand der Region aufweisen. Dies erst recht, weil Zofingen in den gemeindeeigenen Unterkünften aktuell zusätzlichen 18 Personen eine Unterkunft bietet. Am meisten Bewerber hatte bisher Oftringen mit dem Zentrum für abgewiesene Asylbewerber am Langernweg. Oder dann jüngst Aarburg, wo die Bestände in den umstrittenen Unterkünften in den beiden Mehrfamilienhäusern an der Lindengutstrasse besonders ins Gewicht fallen. Wie auch Stadtrat Dominik Gresch bestätigt, haben sich die Asylbewerber in Zofingen gut eingelebt. Ihm ist nichts Negatives zugetragen worden.

Er freut sich darüber, dass ab kommendem Montag auch die verbliebenen Kinder schulisch betreut werden können. Bisher hatte die Stadt drei Kinder im Kindergarten Kornhaus platziert. Die übrigen Kinder und Jugendlichen besuchen in zwei gesonderten Klassenverbänden einen Integrationskurs. Die älteren Jugendlichen konnten bereits nach den Weihnachtsferien loslegen. Ab Montag werden nun auch die Schüler von der ersten bis zur fünften Klasse unterrichtet.

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