Coronavirus im Aargau
Hofläden müssen am Sonntag schliessen – Bauern droht Umsatzeinbruch

Die Hofläden sind von den neuen Corona-Massnahmen betroffen. Aus diesem Grund bricht gewissen Bauern ein beachtlicher Teil des Umsatzes weg.

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Die Hofläden erlebten während des Lockdowns im Frühling einen richtigen Boom. Die verschärften Massnahmen des Bundesrats treffen nun aber auch sie. Wie alle anderen Läden und Märkte müssen sie sonntags geschlossen bleiben.

Urs Bryner, Hofladenbetreiber aus Othmarsingen, macht am Sonntag zwischen 10 und 15 Prozent seines Umsatzes, wie er gegenüber dem Regionalsender Tele M1 sagt. Ob sich die Einkäufe auf den Samstag verlagern, ist ungewiss.

Der Aargauer Bauernverbandspräsident Alois Huber führt in Wildegg einen Bio-Hofladen. Er findet die Schliessung kontraproduktiv. "Die Leute kommen in den Zeiten, in denen du offen hast", sagt er. Corona-technisch sei das wahrscheinlich kein Vorteil.

Hart trifft es jene Bauern, die keine Alternative zum Direktverkauf haben. "Vielfach sind das Läden von Bauern, die nicht grosse Betriebe mit viel Vieh oder Ackerbau haben. Sie leben davon", sagt Huber.

Ein Risiko-Ort ist der Hofladen gemäss Beat John vom Steinbruch-Hof nicht: Die Leute kommen mit niemandem in Kontakt." (mwa)

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