Aargauer Regierungswahlen 2016

Franziska Roth: «Ich schliesse nicht aus, dass ich die Jagdprüfung mache»

Die SVP will dem amtierenden Regierungsrat Alex Hürzeler im Wahlkampf 2016 die Brugger Gerichtspräsidentin Franziska Roth zur Seite stellen. Das Ziel: ein zweiter Regierungssitz. Im Interview erklärt sie, was sie antreibt.

Anne-Käthi Kremer, Tele M1
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Frau Roth, wie fühlt es sich als frischgebackene Regierungsratskandidatin an?

Es fühlt sich gut an, ich bin motiviert. Und ich freue mich, dass mich die Geschäftsleitung zur Nomination vorschlägt.

Was motiviert Sie?

Es ist eine spannende Aufgabe. Mit 40 Prozent Wähleranteil im Kanton ist es offensichtlich, dass wir einen Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Regierung haben. Ich würde sehr gerne mit Alex Hürzeler in der Exekutive wirken.

Wie stets um Ihre politische Erfahrung? Sie waren mal im Einwohnerrat, sind aber doch ein Quereinsteigerin?

Ich muss offen sagen, dass ich nicht wahnsinnig viel Erfahrung habe. Das haben andere mehr. Doch ist es immer auch gut, wenn man politisch nicht verbraucht ist.

Es wurde vermutet, dass die SVP mit einer zweiten Kandidatur aufwartet. Es durfte davon ausgegangen werden, dass die Partei mit gestandenen Grossräten antritt. Nun die Überraschung: Eine unbekannte Politikerin. Fühlen Sie sich nicht als Alibikandidatin?

Überhaupt nicht. Ich traue mir die Aufgabe zu. Die Partei hat mich angefragt, was mich gefreut hat.

Zu Ihren Hobbies zählen Katzen, die Jagd und Fischerei.

Mit dem Jagen und Fischen verhält es sich so, dass mein Vater und mein Schwager Jäger sind. Ich bin nicht so ganz der Typ dazu, schliesse aber nicht aus, dass ich mal die Jagdprüfung ablege. Darauf habe ich bislang wegen des zweiten Bildungswegs verzichtet. Das Anglerpatent habe ich letztes Jahr wegen meines Sohnes gemacht.

Wie sieht Ihr Wahlprogramm aus?

Da kann ich Ihnen noch nichts anbieten. Ich bin erst gerade nomminiert worden. Wir müssen erst den Parteitag abwarten, dann kann ich Ihnen wahrscheinlich etwas anbieten.