Imbiss

Foodtruck-Festival abgesagt – wo Sie im Aargau dennoch Spezialitäten auf Rädern geniessen können

Wegen strenger Coronaschutzkonzepte: Das Foodtruck Happening in Zofingen ist abgesagt. Auf Spezialitäten auf Rädern müssen Aargauerinnen und Aargauer dennoch nicht verzichten – eine Übersicht.

Sandra Meier
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Wo im Aargau Foodtrucks halten.

Wo im Aargau Foodtrucks halten.

Bildquellen: zVg, sam

Es wäre ein Schaulaufen der besonderen Art gewesen: Rollende Imbissstände mit leuchtenden Reklamen und kreativen Speisen hätten an diesem Wochenende den Kirchplatz in Zofingen erobern sollen. Doch der Veranstalter musste das Aargauer Städtchen als einzigen Standort von seiner «Food-Truck Happening»-Tour streichen.

«Wir bedauern es sehr, dass wir dieses Jahr nicht nach Zofingen können», sagt Marc Hubacher. Bereits im Juni habe er ein Schutzkonzept mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ausgehandelt. Doch im Aargau gelten aktuell strengere Coronaregeln. «Zofingen hat verlangt, dass wir Sektoren à 100 Personen bilden. Die Leute so zu kanalisieren erscheint uns an einem Foodtruck Festival nicht sinnvoll», erklärt Hubacher. Deshalb habe er sich schweren Herzens entschieden, den Anlass abzusagen.

Wo im Aargau regelmässig Food Trucks unterwegs sind (Liste ist nicht vollständig, Hinweise und Ergänzungen gerne an sandra.meier@chmedia.ch):

Enttäuscht zeigt sich auch Daniel Huber. Der Schafisheimer betreibt mit seinem Bruder Marcel seit einem Jahr «Huebis Foodtruck». Mit Crêpes, Frozen Joghurt und Bubble Waffles wollte er die Festival-Besucher in Zofingen begeistern. «Es ist sehr schade, aber wir haben auch Verständnis für die Situation», sagt er.

Sporadisch bietet er seine Süssspeisen aus dem Truck an Wochenenden in Muri feil. Einen festen Standort rollt er aber nicht regelmässig an. Umso wichtiger sind Festivals und Cateringeinsätze für ihn. Doch bisher seien «praktisch alle» Veranstaltungen abgesagt worden.

Boom in den vergangenen Jahren

Als einen «Schock» bezeichnet auch Andreas Seiler, Präsident und Geschäftsführer vom Verband Foodtruck Schweiz, die Coronabedingten Entwicklungen in diesem Jahr. Dabei waren die Foodtrucks gerade so richtig in Fahrt gekommen. Seiler sagt, der Foodtruck-Boom hänge eng mit der zunehmenden Festivaldichte zusammen.

Die Idee des rollenden Imbisses stammt aus den USA. «Es ist eine schöne Vorstellung, durch die Schweiz zu tuckern und Essen zu verkaufen», sagt Seiler, der auch Beratungen für Foodtruck-Neulinge anbietet. Die Anfragen seien in den letzten Monaten nach oben geschnellt. «Die Leute fragen sich, was mache ich mit meinem Leben?» Ein Foodtruck biete eine günstige Gelegenheit, sich noch einmal umzuorientieren. Die Einstiegsbarrieren sind laut Seiler tief. Ab 20'000 Franken könne man sich bereits einen Anhänger kaufen. Bei einem Foodtruck sei man ab etwa 50'000 Franken dabei. Im Aargau müssen Gesuche bei der Standortgemeinde eingereicht werden.

Neben den zum Teil aussergewöhnlichen Gefährten mache auch das Essen die Faszination aus, ist Seiler überzeugt. Es sei stets auch mit Emotionen verbunden. «Burger oder asiatisches Essen funktionieren aus Foodtrucks sehr gut, aber am Ende muss das Gesamtpaket stimmen», sagt er. Wichtig sei, dass das Essen handlich serviert werde.

Mit den abgesagten Veranstaltungen werde das Tagesgeschäft zentral für Foodtruckbetreiber. Auch ein fester Standort und Stammkunden seien wichtig. Darauf setzt Daniel Huber bisher nicht. Er betreibt das Geschäft nebenbei am Wochenende. «Zum Glück in dieser Situation, so habe ich immer noch ein geregeltes Einkommen», sagt Huber.