Heitere Open Air
Feuriger Auftakt mit Bryan Adams: So geht Rock’n’Roll

Bei Bryan Adams war beides da: die bei Seven vermisste Publikumseuphorie – aber leider auch der nicht benötigte Regen.

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Heitere Open Air 2017
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Bei der Ankündigung der Schwyzerin buhten einige Zuschauer.
Bei den meisten Fans löste sie jedoch helle Begeisterung aus.
Die Headlinerin des Volksschlager-Abends: Beatrice Egli.
Moderierte die Schlagerparty: SRF-Sport-Mann Sascha Ruefer.
Beendeten den Abend fulminant: die Schürzenjäger.
Laaa...
... Olaaa!
Auch die Dorfrocker machten mächtig Stimmung.
Spontan: Sänger Tobias tanzt mit einer Dame aus dem Publikum.
Die Dorfrocker: deutscher Besuch am Heitere in Zofingen.
Die Calimeros zeigten Altbewährtes.
Schluneggers Heimweh.
Dr. Eidgenoss war dank seines markanten Bartes ein Hingucker.
Er heizte nicht nur mit seinem Schwyzerörgeli ein.
Hannah zeigte sich patriotisch...
... und präsentierte ihre extravaganten Schuhe.
Mitch Keller.
Schlechtes Wetter? Macht diesen Fans nichts aus.
Der Heiternplatz wurde einmal mehr zur Open-Air-Festhütte.
Tags zuvor: Stiller Has, eine Klasse für sich – Endo gut, alles gut.
Roger Hodgson ist nicht nur ein grossartiger Musiker, sondern auch eine Frohnatur.
Philipp Fankhauser, der «Regenmacher»: Bei seinem Auftritt am Mittwoch regnet es in Strömen.
 Begeisterte Zuschauer am «Super Tuesday» mit dem kanadischen Rockstar Bryan Adams auf der Bühne des Zofinger Heitere.
 Bryan Adams heizte den Zuschauern mächtig ein.
 Spätestens bei «Summer Of ’69» singt jeder mit.
 Das Aufwärmprogramm für Bryan Adams bestritt der Soulsänger Seven.
Er und seine Band sind gut gelaunt.
 Das Publikum grundsätzlich auch, doch sind die meisten klar wegen Bryan Adams da.
 Der soulige Funk von Seven ist ein guter Soundteppich für einen lauen Sommerabend am See, viele seiner Lieder jedenfalls.
 Somit kommt nur selten echt Stimmung auf.
 Soulsänger Seven.

Heitere Open Air 2017

Andre Albrecht

Meteo-Insider wussten es: der Regen war auf 22 Uhr angekündigt. Und dieser hielt Wort. 45 Minuten nach Konzertbeginn machte der Himmel doch noch seine Schleusen auf und die Nässe fiel hinab. Doch Bryan Adams musste sich keine Sorgen machen: Seine Fans brachten eben diese Euphorie auf, die es bei Seven noch vermissen liess. Es blieb und rockte und sang weiter, als ob nichts passierte.

Der Kanadier hatte die 7700 Besucherinnen und Besucher - 300 fehlten für einen ausverkauften Abend - des «Super Tuesday» von Beginn an im Griff, musikalisch wie auch menschlich. Mag man im Vorfeld und hinter den Kulissen auch von einigen Starallüren gemunkelt haben – auf der Bühne war von diesen keine Sekunde etwas zu spüren. Er scherzte mit seinen Fans – nicht immer ganz jugendfrei – nahm sie in seine Performance auf und egal, ob er nun den Balladensänger oder die Rockgöre gab: Es war immer authentisch.

Er ist durchaus nicht mehr der Jüngste, und als sich schon früh herausstellte, dass da ein sehr rockiges Set auf den «Heitere» losgelassen wird, dachte der eine oder andere Pessimist schon, Adams würde dies nicht fast zwei Stunden lang durchhalten. Er tat es. Zwar legte er immer wieder – ebenfalls völlig überzeugende – Solo-Akustiksets hin, wirbelte zuvor und danach aber derart agil über die Bühne, dass es einen Axl Rose neidisch machen würde.

Ob «Summer of '69», «Run to you», «18 til I die», «Cuts like a knife» und viele mehr – Adams rockte! Und er hat genug Hits im Sack, um seine Fans jede Minute, ja jede Sekunde in den Bann zu ziehen, ohne sich zu wiederholen. Und auch ganz alleine auf der Bühne, einzig von seiner Gitarre begleitet, macht er ebenfalls eine gute Falle. Der Mann hat einfach Klasse – das Publikum in diesem Fall auch!

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