Bezirksgericht Baden
Mutmasslicher Mörder von Killwangen steht vor Gericht – ihm drohen 17 Jahre Gefängnis

2019 wurde in Killwangen ein Mann niedergestochen. Wenig später verstarb er im Spital. Ab Montag steht der mutmassliche Täter vor dem Bezirksgericht Baden. Die Staatsanwaltschaft beantragt 17 Jahre Gefängnis – der Beschuldigte bestreitet die Tat.

Raphael Karpf
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Es passierte in der Nacht auf den 5. Mai 2019. Kurz nach drei Uhr nachts ging der Notruf bei der Polizei ein. Als sie am Tatort eintraf, fand sie einen von Messerstichen durchlöcherten Mann in der Einfahrt der Tiefgarage seines Hauses in Killwangen liegen. Wenig später verstarb der Montenegriner, der im Dorf ein Malergeschäft führte, im Spital. Er hinterliess eine Frau und drei erwachsene Kinder. Vom Täter fehlte damals jede Spur.

Nach dem Prozesstag wird der Beschuldigte wieder abgeführt.
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Der Beschuldigte am ersten Prozesstag vor dem Bezirksgericht Baden am 17. Mai 2021.
Vor dieser Garage in Killwangen wurde der 57-jährige Montenegriner erstochen.
Der Mann hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder.
Auf der Strasse ist ein Fleck zu sehen – ist es abgewaschenes Blut des Opfers?
Das Tötungsdelikt ereignete sich an der Zelgmattstrasse in Killwangen.
Blick von oben auf die Zelglimattstrasse in Killwangen - hier wurde ein Mann in der Nacht auf Sonntag getötet
In diesem Block wohnte das Todesopfer.
In der Nähe des Tatortes hängt eine Videokamera - es handelt sich laut Informationen von Tele M1 aber um eine Attrappe.

Nach dem Prozesstag wird der Beschuldigte wieder abgeführt.

Tele M1

Ein halbes Jahr später, im Oktober 2019, wurde nach umfangreichen Ermittlungen schliesslich ein Tatverdächtiger festgenommen: ein damals 42-jähriger Schweizer aus dem weiteren familiären Umfeld des Opfers.

Über 100 Personen waren zwischenzeitlich befragt worden. Und in den Fokus der Ermittlungen war ein grauer Audi gerückt.

Denn der mutmassliche Täter soll dem Opfer mit dem Auto von der Sporthalle Unterrohr in Schlieren, wo das Opfer an einem Fest teilgenommen hatte, nach Killwangen gefolgt sein, wo er ihn nach einem Streit niedergestochen haben soll. Und der graue Audi sei sowohl am Abend bei der Turnhalle als auch in der Nacht in der Nähe des Tatorts gesehen worden.

Doch wie genau die Festnahme schliesslich gelungen ist, gab die Staatsanwaltschaft aus «ermittlungstaktischen Gründen» nicht bekannt.

Sei darum gegangen, «einen lästig empfundenen Menschen zu eliminieren»

Die Staatsanwaltschaft Baden hat nach der Verhaftung Anklage wegen Modes erhoben. Es sei dem mutmasslichen Täter einzig und allein darum gegangen, «einen ihm lästig empfundenen Menschen zu eliminieren», schrieb die Staatsanwaltschaft. Sie beantragt 17 Jahre Gefängnis. Der Beschuldigte bestreitet die Tat.

Am Montag beginnt am Bezirksgericht Baden die Verhandlung in dieser Sache. Die Verhandlung ist auf drei Tage angesetzt. Zuerst werden Sachverständige befragt, dann der Beschuldigte.

Am Dienstag sollen die Plädoyers der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft folgen. Das Urteil soll voraussichtlich am Mittwochnachmittag eröffnet werden.

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