Kantonsparlament

Berninastoff, FFP2 oder zum Wegwerfen: Die bunte Maskenparade im Aargauer Grossen Rat

Der Grosse Rat tagt wieder in der Umweltarena in Spreitenbach. Am Rednerpult und an den Sitzplätzen dürfen die Grossräte ihre Maske abnehmen. Ansonsten gilt im Saal Maskenpflicht. Das sagen die Parlamentarier dazu.

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Grossrats Masken Teaser

Grossrats Masken Teaser

Severin Bigler/Montage AZ

Severin Bigler

Martina Sigg (FDP), Apothekerin: «Im Grossen Rat trage ich die Stoffmaske, die für unsere Fraktion entworfen worden ist. In der Apotheke tragen wir aber alle Wegwerfmasken. Diese entsprechen den Vorschriften, was bei Stoffmasken nicht immer der Fall ist. Wichtig ist, die Maske korrekt zu tragen, und aus Hygienegründen nicht immer wieder mit den Händen daran zu zupfen.»

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Sander Mallien (GLP): «Ich trage eine FFP2-Maske mit höherer Schutzwirkung, weil ich ein unfallbedingtes Immundefizit habe. Ich bin froh, tagen wir in Spreitenbach. Im Grossratssaal hätte ich zum Eigenschutz nicht kommen können.»

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Ulrich Bürgi (FDP), Spitalarzt: «Ich trage eine chirurgische Maske, weil sie besser schützt als eine Stoffmaske. Im Spital tragen wir eine solche maximal einen Tag, lang und ersetzen sie dann aus Hygiene- und Sicherheitsgründen. Wichtig ist, dass sie den Anforderungen entspricht.»

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Severin Lüscher (Grüne), Hausarzt: «In der Praxis tragen wir Wegwerfmasken. Als Grüner trage ich im Grossen Rat aber bewusst eine Stoffmasken in Aargaublau. Die kann ich wiederverwenden. Sie ist von einem einheimischen Unternehmen, das für jeden Verkauf einen Baum pflanzt.»

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Sabina Freiermuth FDP-Fraktionschefin: «Wir haben in der ganzen Fraktion je eine Stoffmaske mit unseren Grundwerten „Freiheit und Verantwortung“ verteilt. Gut finde ich, dass es Stoffmasken in verschiedenen Grössen gibt. Ich habe in jeder Tasche immer mindestens eine saubere Maske dabei.»

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Désirée Stutz, SVP-Fraktionschefin: «Wir haben in der Fraktion diese SVP-Masken aus zertifiziertem Berninastoff verteilt. Einen Filter haben sie nicht zusätzlich, die Nähte sind aber speziell verschweisst, die Masken im Fricktal handgefertigt. Für den Alltag habe ich auch andere Stoffmasken bereit.»

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Marco Hardmeier (SP): «Wir in der SP haben keine Einheitsmaske wie andere Fraktionen. Ich trage viel lieber meine Empa- und Testex-geprüfte Stoffmaske, ein Schweizer Produkt. Ich habe gleich zehn Stück gekauft, damit ich genug davon habe, wenn gebrauchte Masken in die Wäsche wandern.»

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Stephan Attiger (FDP), Regierungsrat: «Ich weiss, dass es mit den Stoffmasken eine ökologisch bessere Lösung gäbe. Ich trage aber eine Wegwerfmaske, weil ich weiss, dass die geprüft ist. Für mich ist das dies die saubererste und sicherste Lösung. Ich kann die Maske jederzeit durch eine neue ersetzen.»

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Andre Rotzetter (CVP), Heimleiter: «Ich trage hier wie im Heim wie alle Mitarbeiten den dort auch eine Wegwerfmaske. Sie ist geprüft. Ich brauche pro Tag eine. Wenn ich viel reden muss, können es bis drei pro Tag werden. Das ist besser als Stoffmasken, die man immer wieder waschen und nach einer gewissen Zeit dann doch entsorgen muss.»

Verfolgen Sie die Entscheidungen des Grossen Rates: