Aargau

Baudirektor Attiger bestaunt mit ausgeliehener Brille die Sonnenfinsternis

Die Sonnenfinsternis treibt im Aargau die Leute nach draussen. Bei der Sternwarte auf der Schafmatt oberhalb Aaraus gab es einen neuen Besucherrekord. Selbst der Aargauer Baudirektor Stephan Attiger liess sich das Naturspektakel nicht entgehen.

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Der Aargauer Baudirektor Stephan Attiger fand kurz nach einer Medienkonferenz im Regierungsgebäude in Aarau Zeit, die partielle Sonnenfinsternis beim Aargauerplatz zu beobachten. Eine Schutzbrille borgte er sich von einem Tele-M1-Journalisten.

Neuer Besucherrekord auf der Schafmatt

Die Astronomische Vereinigung Aarau lud ein, die Sonnenfinsternis bei ihrer Sternwarte auf der Schafmatt zu beobachten. Dieser Einladung folgten rund 140 Personen, was für die Schafmatt einen Besucherrekord darstellte.

Für das Naturphänomen wurde das Dach der Sternwarte geöffnet und alle Besucher durften einen Blick durch das grosse Teleskop mit 50-facher Vergrösserung werfen. Viele Vereinsmitglieder und Hobby-Astronomen hatten ihre eigenen Teleskope dabei und gaben den interessierten Besuchern Auskunft über die Fernrohre und das Geschehen am Himmel.

Schutzbrillen hatte es in der Sternwarte zum Glück noch auf Vorrat
24 Bilder
Aargauer Baudirektor Attiger schaut sich Sonnenfinsternis beim Aargauerplatz an
Entzückt: Der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger schaut durch die geborgte Sonnenfinsternis-Brille. Und posiert auch gleich noch fürs amtliche Foto zum Ereignis des Tages.
Mit einem Fernrohr hat dieser Hobby-Astronom das Phänomen auf ein weisses Papier projiziert
Peter Grimm von der AVA erklärte den Wartenden das unruhige Wesen der Sonne
Jeder wollte einmal durch das grosse Teleskop gucken
Heiner Sidler (2.v.r.) vom Astronomischen Vereinigung Aarau erklärt den Besuchern die Sonnenfinsternis.
Auf der Schafmatt konnten die Besucher das Spektakel durch mehrere Teleskope betrachten
AVA-Mitglied Peter Grimm hat für seine Kamera aus einer Blechdose und einer Schutzfolie einen Filter gebastelt und konnte damit die Sonnenfinsternis gefahrlos fotografieren
Das Teleskop bot eine 50-fache Vergrösserung des Spektakels an
Schüler beobachten Sonnenfinsternis auf dem Campus Areal in Brugg.
Auf dem Campus Areal in Brugg steht ein Teleskop zur Beobachtung der Sonnenfinsternis
Schüler beobachten Sonnenfinsternis auf dem Campus Areal in Brugg.
Schüler beobachten Sonnenfinsternis auf dem Campus Areal in Brugg.
Das Teleskop ist beliebt auf dem Campus Areal.
Vom Kindergärtler bis zum Senior tummeln sich gut 300 Personen aller Generationen zwischen Modellen, Teleskopen und Informationsstand.
Sonnenfinsternis auf dem Brugger Campus Areal.
Sonnenfinsternis auf dem Brugger Campus Areal.
Schüler beobachten Sonnenfinsternis auf dem Campus Areal in Brugg.
Vom Kindergärtler bis zum Senior tummeln sich gut 300 Personen aller Generationen zwischen Modellen, Teleskopen und Informationsstand.
Vom Kindergärtler bis zum Senior tummeln sich gut 300 Personen aller Generationen zwischen Modellen, Teleskopen und Informationsstand.
Schüler beobachten Sonnenfinsternis auf dem Campus Areal in Brugg.
Das Teleskop auf dem Brugger Campus Areal ist beliebt.
Das Teleskop auf dem Brugger Campus Areal ist beliebt.

Schutzbrillen hatte es in der Sternwarte zum Glück noch auf Vorrat

Aargauer Zeitung

Kindergärtler und Senioren auf Campus-Areal in Brugg

Volksfeststimmung herrscht am Freitagmorgen auf dem Platz vor der Campus-Bar in Brugg: «Schau, die Sonne ist kleiner geworden», ruft eine Primarschüler ihrer Freundin zu. Vom Kindergärtler bis zum Senior tummeln sich gut 300 Personen aller Generationen zwischen Modellen, Teleskopen und Informationsstand. Da Sonnenfinsternis-Schutzbrillen knapp sind, müssen diese geteilt werden.

Das klappe aber problemlos, sagt Professor André Csillaghy von der Fachhochschule Nordwestschweiz, der für dieses Naturspektakel extra einen sonnengelben Pullover angezogen hat. «Die Leute realisieren wahrscheinlich kaum, wie viel Glück sie heute mit dem Wetter hatten», so der Professor weiter. «Man sieht viel mehr als bei der letzten Sonnenfinsternis 1999.»

Gegen halb elf steigt die Spannung. Dann ist die Sonne am meisten vom Mond abgedeckt. Das will niemand verpassen. Die Brillen werden schneller getauscht. Die Livestream-Übertragung von den Färöer-Inseln kann da nicht mehr mithalten.

Die Notebooks, die das übertragen, bleiben fast unbeachtet. Die Schlange vor dem Teleskop wird plötzlich kürzer und plötzlich ist der Platz fast wieder leer. Studierende und Angestellte verziehen sich in die Unterrichts- und Büroräume.

Sternwarte Sulz: Kinder mit vielen Fragen

Bei der Sternwarte Cheisacher im Laufenburger Ortsteil Sulz wurde die Sonnenfinsternis von vielen Interessierten mit ebenso vielen Fragen begleitet. «Warum kann ich nicht direkt durch das Fernrohr schauen?», fragte ein zirka zehnjähriger Bub. «Dann würdest Du blind werden», sagte Josef Schibli, Präsident des Vereins Sternwarte und Vereinsmitglied Hugo Blikisdorf, und hielt seine Hand kurz an das untere Ende des extra für die Sonnenfinsternis speziell präparierten Linsenteleskopes.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel zur Sonnenfinsternis bei der Sternwarte in Sulz.

(cm/glo/fmu)