Landwirtschaft
Aargauer Regierung: Fischzucht im Kuhstall nur als Nebenerwerb möglich

Aargauer Landwirte würden in leeren Ställen gern eine Fischzucht betreiben. Wegen der Bundesgesetze sind auch dem Kanton die Hände gebunden. Es beim Status quo zu belassen, will er aber nicht.

Philipp Zimmermann
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Eine Fischzucht in der Landwirtschaftszone ist zurzeit kaum möglich.

Eine Fischzucht in der Landwirtschaftszone ist zurzeit kaum möglich.

Keystone

Mehrere Aargauer Bauern wollen in ihren Ställen eine Zanderzucht einrichten. Doch das Gesetz macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Fische gelten nämlich nicht als Nutztiere. Deshalb dürfen sie nicht in der Landwirtschaftszone gezüchtet werden, sondern nur in Gewerbe- oder Industriezonen.

Gegen das Verbot kämpft Ralf Bucher, Geschäftsführer des Bauernverbandes Aargau und CVP-Grossrat. Zusammen mit den Grossräten Theo Voegtli (CVP) und Alois Huber (SVP) reichte er bei der Aargauer Regierung eine Motion ein mit der Forderung, die rechtlichen Grundlagen so zu ändern, dass Fischtzuchtanlagen in leerstehenden landwirtschaftlichen Gebäuden unbürokratisch bewilligt werden können.

Nun liegt die Antwort der Aargauer Regierung vor. Diese verweist auf die Bundesgesetze, an denen sich nicht rütteln lässt. Sie anerkennt aber, dass Nahrungsmittel aus einheimischer Produktion an Bedeutung gewinnen und di Fischzucht als Markt mit Wachstumspotenzial eingestuft werden könnte. 96 Prozent des in der Schweiz konsumierten Fisches stammen aus dem Ausland. Zudem stellt sie fest, dass eine Fischzucht kaum Auswirkungen auf Raum und Umwelt zur Folge hat und dass sie weder Gerüche noch Lärm verursacht.

Die Regierung will deshalb ihren geringen Spielraum nutzen, ohne die Gesetze zu verletzen. Wird eine Fischzucht in der Landwirtschaft als Nebenerwerb mit einem Einkommen von maximal 100'000 Franken jährlich betrieben, ist sie möglich. Die Regierung will nun diese Einkommensgrenze erhöhen. Einen Betrag nennt er allerdings nicht.

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