Wahlen 2015

Aargauer Piratenpartei will Listenverbindung mit SP und Grünen

Im Aargau spannt die Piratenpartei für die Nationalratswahlen mit der SP und den Grünen zusammen. Letztere hat ein entsprechendes Vorgehen an ihrer Parteiversammlung genehmigt. Zudem hat die Piratenpartei ihre definitiven Kandidaten bekannt gegeben.

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Das Logo der Piratenpartei Aargau.

Das Logo der Piratenpartei Aargau.

Es ist beschlossene Sache. An ihrer Parteiversammlung am Dienstagabend hat die Piratenpartei die Listenverbindung mit den Sozialdemokraten und den Grünen beschlossen. Dies sei ein klares Statement «gegen die Politik der Ausgrenzung», teilte sie mit.

Die Piratenpartei wird mit einer Sechserliste zu den Nationalratswahlen antreten. Ins Rennen werden die Fricktaler Kilian Brogli und Markus Amsler sowie Raphael Hegglin aus dem Freiamt geschickt. Ebenfalls an Bord sind Christian Tanner, Dominik Zschokke und Stefan Ott aus dem Bezirk Aarau.

Piraten wollen Wähleranteil verdreifachen

Die Piraten streben einen Wähleranteil von 2.5 Prozent an. Ein ehrgeiziges Ziel, erreichten sie vor vier Jahren lediglich einen Anteil von 0.8 Prozent. Aber auch wenn sie die 2-Prozent-Marke knacken, dürfte das nicht für einen Sitz reichen. Dank der Listenverbindung mit SP und Grünen würden diese Stimmen aber nicht verloren gehen, so Dominic Zschokke, Präsident der Piratenpartei.

Im Vorfeld war gemutmasst worden, mit wem die Partei – sollte sie sich für eine Listenverbindung entscheiden – zusammenspannen werde. Nebst SP und Grünen standen auch die vereinten Mitteparteien BDP, GLP und EVP zur Auswahl. Die beiden Listenverbindungen wurden an der Parteiversammlung der Piraten vorgestellt.

Laut Zschokke sei der Entscheid für SP und Grüne denkbar knapp ausgefallen. Dennoch sei er mit dem Zusammenschluss sehr zufrieden. Es sei wichtig, dem grossen Gespann SVP, FDP, CVP und EDU «Gegensteuer zu geben» und eine gute Balance zwischen den Listenverbindungen zu schaffen, betont er.

Auch Jonas Fricker sieht der zukünftigen Kooperation positiv entgegen und gibt sich kämpferisch. Gemeinsam könne man den 16. Nationalratssitz gewinnen, so der Co-Präsident der Aargauer Grünen.

Grüne und SP hatten bereits im April ihr Zusammenspannen verkündet. Während die Grünen bereits definitiv über die Listenverbindung entschieden haben, muss die SP am ordentlichen Parteitag vom 6. Juni noch abschliessend über die Listenverbindung befinden.