Baden
Das Leben hier ist vergleichsweise eher teuer

Wie viel kostet es, in Baden zu wohnen? Lohnt sich ein Umzug? Eine Studie zeigt, wo die Gemeinde im schweizweiten Vergleich steht.

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Durchschnittlich günstig: Ein Ehepaar ohne Kinder in Baden mit 130'000 Franken Einkommen hat davon 62'100 Franken frei verfügbar.

Durchschnittlich günstig: Ein Ehepaar ohne Kinder in Baden mit 130'000 Franken Einkommen hat davon 62'100 Franken frei verfügbar.

Keystone-SDA
(chm)

In Baden lebt es sich vergleichsweise eher teuer. Eine Studie der Credit Suisse hat ergeben, dass die Gemeinde, rein aus finanzieller Sicht, zu den ungefähr 30 Prozent der unattraktivsten Gemeinden in der Schweiz gehört. 

Die Bank hat in ihrer Studie «Hier lebt es sich am günstigsten» berechnet, wie viel Geld einem Haushalt in der Gemeinde als frei verfügbares Einkommen bleibt, wenn die typischen festen Ausgaben bezahlt sind. Zu diesen Ausgaben gehören einerseits die gemeindespezifischen obligatorischen Abgaben wie Steuern und andererseits Fixkosten wie Wohnkosten.

Unattraktiv für Singles und Ehepaare mit Kindern

Im Kanton Aargau nimmt Baden bezüglich Wohnattraktivität den 61. Rang ein (unter 210 Gemeinden). Doch es gibt in Baden Unterschiede je nach Haushaltssituation. Beim Vergleich dreier Modellhaushalte fällt auf, dass Baden besonders für Singles und Ehepaare mit Kindern ein teures Pflaster ist, während die Gemeinde für Ehepaare ohne Kinder günstiger zu stehen kommt.

Die Einkommens-, Vermögens- und Wohnsituation dieser Haushalte unterscheidet sich in der Studie (Details siehe unten). Bei allen wird aber angenommen, dass sie mit dem ÖV ins nächste Grosszentrum (Zürich) zur Arbeit pendeln und dass sie ihre Kinder, falls sie welche haben, nicht fremdbetreuen lassen.

Ehepaare ohne Kinder: 48 Prozent freies Einkommen

Für ein Ehepaar ohne Kinder, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 130'000 Franken verdient und 250'000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, gehört Baden zu den durchschnittlich günstigen Gemeinden. Konkret bleibt dem kinderlosen Ehepaarhaushalt nach Abzug der obligatorischen Ausgaben und Fixkosten 62'100 Franken oder rund 47.8 Prozent des Erwerbseinkommens, was im schweizweiten Vergleich durchschnittlich viel ist. Der Schnitt aller Gemeinden im Kanton beläuft sich auf 50 Prozent.

Der grösste Teil der Ausgaben dieses Modellhaushalt (60 Prozent) entfällt auf obligatorische Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge oder Krankenkassenprämien. Der kleinere Teil geht für andere Fixkosten wie Miete/Hypothekarzinse oder Energie drauf. Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Baden für einen solchen Ehepaarhaushalt ohne Kinder schweizweit eher günstig, bezüglich Fixkosten ist Baden eher teuer.

Eher wenig übrig für Singles

Für eine Einzelperson, die in einer Mietwohnung lebt, 80’000 Franken verdient und 100’000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, ist Baden dagegen eher teuer. Bei dem angenommenen Einkommen und Vermögen bleiben diesem Modellhaushalt 37'500 Franken oder 46.9 Prozent des Erwerbseinkommens. Das ist im schweizweiten Vergleich eher wenig und liegt unter dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (49 Prozent).

Auch hier machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (59 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Baden für einen solchen Einpersonenhaushalt schweizweit günstig, bezüglich Fixkosten ist Baden teuer.

Abgaben in Baden generell höher als Fixkosten

Auch für ein Ehepaar mit zwei Kindern, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 110’000 Franken verdient und 200’000 Franken Vermögen sein eigen nennt,, ist Baden eher teuer. Dieser Modellhaushalt hat in der Berechnung 52'300 Franken als frei verfügbares Einkommen übrig (47.5 Prozent des Erwerbseinkommens). Verglichen mit dem ganzen Land ist das eher wenig und liegt unter dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (51 Prozent).

Erneut machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (56 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Baden für einen solchen Ehepaarhaushalt mit zwei Kindern schweizweit eher günstig, bezüglich Fixkosten ist Baden eher teuer.

Credit Suisse hat sich in ihrer Studie, die alle rund fünf Jahre durchgeführt wird, auf die finanziellen Gründe konzentriert, die für oder gegen Baden als Wohnort sprechen. Nicht berücksichtigt sind andere Gründe, warum die 19'547 Einwohnerinnen und Einwohner von Baden gerade in dieser Gemeinde leben.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt. Für die Einstufung in die Kategorien attraktiv, eher attraktiv, durchschnittlich, eher unattraktiv und unattraktiv (oder analog mit günstig/teuer etc.) teilen wir alle Gemeinden in der Schweiz in fünf gleich grosse Gruppen ein (Quintile). Das heisst: In jeder Gruppe befinden sich 20 Prozent der Gemeinden. Hier geht es zurück zur Übersicht der Gemeinden in Ihrer Region.

Zu ihrer Studie (PDF) bietet Credit Suisse ein Webtool, mit dem Sie verschiedene Haushaltssituationen für jede Gemeinde betrachten können.

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