Zofingen

Gas, Gift und benzingetränkte Decke: 33-Jährige nach Brand wegen mehrfach versuchten Mordes angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat gegen eine 33-jährige Schweizerin Anklage wegen mehrfachen versuchten Mordes, versuchter Anstiftung zum Mord, qualifizierter Brandstiftung und weiterer Delikte erhoben. Ihre Anträge wird die Staatsanwaltschaft an der Hauptverhandlung bekannt geben.

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Kopie von Hausbrand in Zofingen am 30.08.2017
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Die 30-jährige Mutter wurde verdächtigt, den Brand gelegt zu haben.
Das Haus wurde unbewohnbar.

Kopie von Hausbrand in Zofingen am 30.08.2017

Kapo AG

In der Nacht des 30. August 2017 brach in einem Einfamilienhaus in Zofingen ein Brand aus. Ein damals 36-jähriger Bewohner musste zur Versorgung seiner Brandverletzungen mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden. Noch am selben Tag geriet die damals 30-jährige Ehefrau des Verletzten unter dringenden Verdacht, den Brand vorsätzlich gelegt und den Tod von Dritten beabsichtigt oder zumindest in Kauf genommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete eine Strafuntersuchung und beantragte Untersuchungshaft.

Wie die Oberstaatsanwaltschaft mitteilt, verdichtete sich im weiteren Verlauf der Strafuntersuchung der Verdacht gegen die Beschuldigte. Es hätten sich stetig neue Ermittlungsansätze zu zahlreichen weiteren Straftaten ergeben, welche nun in der erhobenen Anklage resultierten.

Zahlreiche Tötungsversuche

Konkret wirft die Staatsanwaltschaft der Beschuldigten vor, ihren Ehemann in der Nacht des 30. August 2017 in Tötungsabsicht mit einer benzingetränkten Decke zugedeckt und diese in Brand gesteckt zu haben. Zudem werden ihr weitere vorangegangene Tötungsversuche vorgeworfen. So soll die Beschuldigte erfolglos versucht haben, ihren Ehemann mit Gas und Gift umzubringen und ihn durch eine Drittperson töten zu lassen.

Ausserdem werden der Beschuldigten auch Betrug, mehrfacher Pfändungsbetrug und mehrfache Urkundenfälschung vorgeworfen. Dies weil sie durch zahlreiche deliktische Handlungen versucht haben soll, die Schieflage der durch sie verwalteten Familienfinanzen vor ihrem Ehemann zu verbergen.
Die Anklage ist am Bezirksgericht Zofingen hängig. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Anträge an der Hauptverhandlung bekannt geben.

Die Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.