Laufenburg
Wird die Stadthalle zur Eventhalle? Erstmals mehr als 50 Anlässe

Die Belegungszahlen der Laufenburger Stadthalle nehmen zu – der Stadtrat will sie dennoch noch besser vermarkten.

Marc Fischer
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Bastian Baker eröffnete im Mai 2013 die Laufenburger Stadthalle.

Bastian Baker eröffnete im Mai 2013 die Laufenburger Stadthalle.

Annika Bütschi

Fast fünf Jahre ist es her, seit Bastian Baker mit seinem Konzert die Laufenburger Stadthalle eröffnet hat. Rund 800 Fans liessen sich von Bakers Hits mitreissen.

Seither traten Max Mutzke, «Eurovision Song Contest»-Teilnehmer aus Waldshut, und Pepe Lienhard in der Eventhalle auf, eine «Night of Dance» ging über die Bühne und die Kabarettisten Jess Jochimsen und Manuel Stahlberger gastierten mit ihrem Programm.

Auch der Schweizer Comedian Marco Rima gehört zu den Stars auf der Laufenburger Bühne. Er strapazierte vor zwei Jahren die Lachmuskeln des Publikums – und kommt dieses Jahr erneut nach Laufenburg. Am Mittwoch, 9. Mai, präsentiert er in der Stadthalle sein Programm «Just for Fun».

Einnahmen steigen

«Dass Marco Rima schon zum zweiten Mal kommt, spricht für unsere Stadthalle», sagt der Laufenburger Vizeammann Meinrad Schraner.

Ein Blick auf die Anzahl der Belegungen der Stadthalle (vgl. Tabelle) in den vergangenen fünf Jahren zeigt: Nachdem 2014, im ersten kompletten Betriebsjahr, 41 Anlässe in der neuen Stadthalle stattgefunden haben, kam es 2015 zu einem Rückgang auf 32 Anässe. Seither ist die Auslastung kontinuierlich angestiegen. 2017 fanden in der Stadthalle 51 Anlässe statt.

Mit der Auslastung steigen auch die Mieteinnahmen: Hat die Stadt Laufenburg mit der Vermietung der Stadthalle 2013 noch 25 250 Franken eingenommen, stiegen die Mieteinnahmen 2016 erstmals knapp über 40 000 Franken. Letztes Jahr betrugen sie bereits 47 810 Franken.

Die Zahl der privaten Veranstaltungen wie Firmenjubiläen oder Delegiertenversammlungen nimmt dabei stärker zu als die öffentlichen Events. Diese sind noch Schwankungen unterworfen. Es brauche Zeit, um die Halle als Eventhalle zu positionieren, sagt Schraner. Klar sei aber: «Die Zahlen zeigen, dass die Beliebtheit der Stadthalle für Events jährlich zunimmt.»

Das Ziel des Stadtrats ist allerdings noch nicht erfüllt. «Wir möchten mehr als 50 bezahlte Vermietungen pro Jahr erreichen», so Schraner. 2017 fanden zwar erstmals mehr als 50 Anlässe in der Stadthalle statt, darunter jedoch auch Gemeindeanlässe wie Gemeindeversammlungen und Infoveranstaltungen. Für das laufende Jahr gibt es bereits 44 Reservationen.

Neues Gesamtkonzept

Meinrad Schraner hat zudem weitere positive Anzeichen festgestellt: «Seit wir auf Eventplattformen wie Eventbutler präsent sind, haben wir eindeutig mehr Anfragen.» Helfen, die Auslastung zu steigern, soll nun auch das Projekt «Laufenburg Plus», mit dem der Stadtrat die Marke Laufenburg stärken und den Tourismus professionalisieren will (die AZ berichtete).

«Wir wollen und müssen mit der neuen Organisation der Vermarktung die Fremdvermietung verbessern. Wir wollen definitiv eine höhere Auslastung der Stadthalle», sagt Schraner. Ab April läuft deshalb die Reservation der Stadthalle nicht mehr über die Raumvermietung der Stadt, sondern über das Tourismusbüro.

«Damit wird auch die Beratung intensiviert und es können ganze Dienstleistungspakete angeboten werden», so Schraner. Ziel sei etwa eine Verknüpfung mit Gastronomieangeboten. «Wir möchten, dass die Besucher vor oder nach den Anlässen in der Stadthalle noch in die Altstadt gehen», so Schraner.

Innerhalb der Organisation «Laufenburg plus» ist die Vermarktung der Stadthalle ein eigener Aufgabenbereich. Derzeit werden laut Schraner Gespräche mit geeigneten Personen geführt, welche die Aufgabe übernehmen könnten. Anschliessend soll die Halle noch klarer positioniert werden. «Sie ist etwa für Messen, Seminare oder Comedy-Veranstaltungen bestens geeignet», ist Schraner überzeugt.

Ob allenfalls gar ein professioneller Hallen-Vermarkter zum Thema werden könnte, lässt Schraner offen: «Abhängig vom Ergebnis der Neuorganisation, werden wir in rund einem Jahr notwendige Massnahmen prüfen und umsetzen.»

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