Wittnau
Von schwarzen Patten bis Edelweiss – so schön war das Musikfest

Am Aargauischen Musiktag in Wittnau boten 30 Vereine mit 1000 Akteuren für alle Geschmäcker etwas.

Ingrid Arndt
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Musikfest in Wittnau: Hier die MG Asp mit Evolution, Leitung Robert Wernli.
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Parade MG Hornussen, Leitung Michael Kohler
Musikfest Wittnau: Parade Brass Band Zuzgen, Leitung Lorenzo Pedrocchi
Musikfest Wittnau: Konzertvortrag Spielgemeinschaft Döttingen-Leibstadt, Leitung Markus Hoppe.
Parade MG Asp mit Evolution, Leitung Robert Wernli
Wernlis letzter Auftritt. Nun legt der Taktstock nieder.
Wittnau Musiktag 2017
Musikfest Parade MG Concordia Wegenstetten, Leitung Bence Toth
Musikauftritte, wohin das Auge reicht in Wittnau.

Musikfest in Wittnau: Hier die MG Asp mit Evolution, Leitung Robert Wernli.

Ingrid Arndt

Der sonnenklare Himmel über Wittnau hing am Wochenende voller Musik. 30 Vereine mit 1000 Aktiven waren anlässlich des Aargauischen Musiktages 2017 auf Einladung der MG Wittnau zum fröhlich unbeschwerten Musizieren sowie zum Wettstreit ins Dorf gekommen. Mit der Organisation solcher Musiktage haben die Wittnauer Musikanten gute Erfahrung. In diesem Jahr richten sie ein solches Fest bereits zum vierten Mal aus. Es waren drei Tage, an denen für alle das Richtige dabei war. Bereits am Freitag startete ein attraktives Programm mit bekannten Schweizer Schwingern, mit Party, mit «Paolos Fricktaler Krainern» und anderen.

Am Samstag zeigten 16 Vereine ihr Können mit niveauvollen Konzertvorträgen, spielten Modernes, Volkstümliches und Konzertantes, hatten wunderschöne Balladen mitgebracht wie zum Beispiel die Spielgemeinschaft Döttingen-Leibstadt (Dirigent Markus Hoppe). In «Bliss-Impressionen of a Village» erzählten sie vom bunten Leben in dem holländischen Dorf Dussen. Beurteilt wurden diese Konzertvorträge nach ihrem Gesamteindruck mit positiver, konstruktiver Rückmeldung. Punkte gab es nicht.

Höhepunkt am Samstag waren die Paradevorträge am Nachmittag auf der verkehrsgesperrten Hauptstrasse im Ort. Eine 200 Meter lange Paradestrecke wurde von vielen Zuschauern gesäumt, die sich das nicht entgehen lassen wollten. Die Musikgesellschaften machten dieses Highlight nicht nur zu einer farbenprächtigen Augenweide, sondern auch zu einem Leckerbissen für die Ohren.

Das sagen die Musiktag-Besucher:

Severin Kalt mit Sohn Valentin, Kaisten Marschmusik höre ich ganz besonders gern, deshalb freue ich mich auf die Parade. Meine Frau und ich, wir musizieren selbst und unser kleiner Sohn Valentin hält dabei kräftig mit.
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Tamara Gysin mit Kindern Luana und Diego, Zuzgen Hier kommen wir voll auf unsere Kosten, besonders bei der Musik der Brass Band Zuzgen, die wir besonders mögen.
Brigitte Lauber, Oeschgen Mein Mann spielt heute hier mit, auch ich musiziere, nur heute nicht. Die gesamte Organisation des Festes ist grossartig, schön, dass auch Kinder herzlich willkommen sind.
Pius Janka, Frick Über die Vielseitigkeit dieser Musik freue ich mich ganz besonders. Dies ist noch Melodie und kein organisierter Lärm. Früher habe ich selbst in verschiedenen Vereinen musiziert.
Brigitte Lauber, Oeschgen Mein Mann spielt heute hier mit, auch ich musiziere, nur heute nicht. Die gesamte Organisation des Festes ist grossartig, schön, dass auch Kinder herzlich willkommen sind.

Severin Kalt mit Sohn Valentin, Kaisten Marschmusik höre ich ganz besonders gern, deshalb freue ich mich auf die Parade. Meine Frau und ich, wir musizieren selbst und unser kleiner Sohn Valentin hält dabei kräftig mit.

Ingrid Arndt

Bedeutungsschwer ernst der Gesichtsausdruck der voranschreitenden Dirigenten, klangschön melodisch und zackig rhythmisch die Marschmusik. Eröffnet wurde die Parade von der Brass Band Zuzgen (Dirigent Lorenzo Pedrocchi) und den «Schwarzen Patten». Musikalisch war an diesem Nachmittag alles dabei, vom «Feurigen Blut» über «Edelweiss» bis hin zum «Wittnauer Marsch». Eine Jury, besetzt mit vier Personen, bewertete in Punkten Spielfreude, Choreografie, Taktlaufen, Ausrichtung innerhalb der Formation, musikalischer Ausdruck und mehr.

Letztes mal den Taktstock geschwungen

Ganz besonders war der Abschluss der Parade mit der MG Asp (Dirigent Robert Wernli-Flury) mit der Evolution, einer besonders herausfordernden Marschdarbietung. Die Damen und Herren marschieren musizierend nach vorn, zurück, bilden einen Kreis, laufen in einer Schlangenlinie, beugen sich gymnastisch vor und zurück, positionieren sich direkt vor den Besuchern. Besonders beim «Wittnauer Marsch» kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Für den Dirigenten Wernli war das allerdings eine Abschiedsveranstaltung, nach 47 aktiven Jahren gibt er den Taktstock in andere Hände.

Die Rangliste im Paradewettbewerb am Samstag führten nach Punkten an: BB Imperial Lenzburg, MG Concordia Wegenstetten, MV Rothrist, Brass Band Zuzgen.
Am Abend sang und klang es dann im gesamten Dorf vor und in den vielen Beizli, auch mit Formationen der Spitzenklasse aus dem In-und Ausland. Der Sonntag gehörte dann nochmals den Konzertvorträgen und der Parade weiterer 14 Vereine.

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