Rheinfelden

Vom Bewohnerverein nicht akzeptiert?

Die Schachfreunde Pelikan im Augarten wünschen sich für ihre IG mehr Unterstützung. Sie fühlt sich von ihrer Betriebsgenossenschaft vernachlässigt und kritisiert den Formalismus.

Peter Rombach
Drucken
Teilen

Der kürzlich neu in den Vorstand des Bewohnervereins Augarten gewählte Jörg Hostettler ist nicht ganz zufrieden mit der Arbeit des Gremiums. Er lebe seit nunmehr 27 Jahren «sehr zufrieden und glücklich in dieser einzigartigen Siedlung», bekennt er im Gespräch mit der az Aargauer Zeitung, sei aber erst vor zwei Jahren näher mit der «lokalen Betriebskultur» in Kontakt gekommen. Aber da missfällt ihm einiges.

Nach näherem Beschäftigen mit der Thematik sei ihm deutlich geworden, dass Bewohnerverein, Betriebsgenossenschaft und Liegenschaftsverwaltung durch «Mehrfachmandate und Überkreuz-Vertretungen der handelnden Personen undurchschaubar verflochten sind». Er macht dies an der jüngsten Generalversammlung des Bewohnervereins fest. Unterstützt von Jean-Jacques Segginger und Beat Hartmann sowie einigen handschriftlich verfassten Mitteilungen.

Keinen Kleinkrieg

Das Trio sieht im Bewohnerverein jene wichtige Aufgabe, «das Zusammenleben durch aktive Förderung der IGs zu stärken». Insofern sei es nicht verantwortlich, einen angedachten Kauf des Zentrums Pelikans «nur so nebenbei unter Antrag» zu erwähnen. Übrigens dürfe es wegen wirtschaftlicher Interessen im Zentrum «keinen Kleinkrieg» geben. Der Bewohnerverein müsse eine «klare Ordnungsfunktion» ausführen, um Konflikte zu vermeiden.

Die drei Schachfreunde wünschen sich «klare Aufgabentrennungen» in den Augarten-Institutionen und verlangen ferner «wirtschaftliche Unabhängigkeiten». Warum sie nun aufbegehren, wird nebenbei klargestellt: «Es geht doch nur um eine weitere Kiste ganz in der Nähe von der Freischachanlage, um zusätzliches Material unterbringen zu können.» Ob Genehmigung durch Betriebsgenossenschaft oder Liegenschaftsverwaltung, beziehungsweise Rheinfelder Stadtrat, ist derzeit noch offen. Doch fühlt sich die IG Schach von ihrer Betriebsgenossenschaft vernachlässigt und kritisiert speziell den Formalismus und «mangelnde Bereitschaft, auf Anliegen auch mal rasch und konkret» zu antworten.

Schachspieler müssen vorausdenken, Züge ihres Partners erahnen und blitzschnell analysieren und positiv umsetzen. Die IG Schach im Augarten befindet sich auf dem Weg, mit stattlichen Angeboten im Rheinfelder Grossquartier das Leben zu bereichern. Beispielsweise im September durch die 5. Schach Open im Begegnungszentrum Pelikan. Oder sie bietet mittwochs Schulschach an, lädt zu diversen Plauschveranstaltungen ein, um die Geselligkeit im Augarten zu pflegen. Sie wirkt sogar grenzüberschreitend, unterhält gute Kontakte ins badische Warmbach.