So macht die Polizei Primarschüler fit für den Verkehr

Die Regionalpolizei Oberes Fricktal und der TCS sensibilisieren die Wiler Primarschüler für Gefahren auf der Strasse.

Dennis kalt
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Die Repol zeigt den Schülern die toten Winkel an einem Lastwagen.

Die Repol zeigt den Schülern die toten Winkel an einem Lastwagen.

Ein Lastwagen steht auf dem Pausenhof der Primarschule im Mettauertaler Ortsteil Wil. Um das Fahrzeug herum sind mit Absperrbändern die toten Winkel aus der Sicht des Chauffeurs markiert: «Jetzt steht ihr dort, wo euch der Fahrer nicht mehr sehen kann», erklärt Rafael Müller von der Regionalpolizei Oberes Fricktal (Repol).

Die Station «Toter Winkel» ist eine von drei, an denen die Sektion Aargau des Touring Clubs Schweiz (TCS) zusammen mit der Repol 30 Primarschüler für die Gefahren im Strassenverkehr sensibilisiert.

An einer weiteren Station steht Sebastian Schmid und gibt Auskunft über das richtige Verhalten an einem Kreisverkehr. Zur Veranschaulichung ist ein Miniaturkreisel – mit Dinosaurier – aufgebaut, an dem er unterschiedliche Verkehrsszenarien illustriert. «Gerade für die Schüler der vierten Klasse ist dies interessant, weil sie kurz vor der Veloprüfung stehen», erklärt Schmid.

Der TCS zeigt, wie man Velohelme richtig einstellt: «Die vordere, untere Helmkante muss zwei Finger breit über der Nasenwurzel liegen», erklärt Fachmann Walter Wolf und schiebt nach, dass nur so Stirn und Schläfenbereich bei einem Aufprall geschützt sind.

Indem Wolf mit einem Gummihammer auf einen ovalen Körper – einmal mit und einmal ohne Fahrradhelm – schlägt, demonstriert er den Schülern, welche Kräfte bei einem Velounfall auf den Kopf einwirken.

Der ovale Körper ist mit einem Messgerät verbunden, das die Krafteinwirkung des Schlages auf einem Display anzeigt: ohne Helm 900 Kilogramm und mit Helm 250 Kilogramm. «Eine Krafteinwirkung von 900 Kilogramm auf den Kopf kann den Rollstuhl oder den Tod bedeuten. 250 Kilogramm bedeuten maximal eine Beule und Kopfschmerzen», sagt Wolf.