Stein

Pharmaunternehmen Novartis will Parkplätze bei der Migros verkaufen

Novartis will das Stück Bauland neben der Migros in Stein verkaufen. Derzeit befinden sich 379 Parkplätze für die Mitarbeiter des Unternehmens auf dieser Fläche.

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Novartis plant als Ersatz für die Parkplätze neben der Migros eine interne Lösung auf dem Betriebsgelände.

Novartis plant als Ersatz für die Parkplätze neben der Migros eine interne Lösung auf dem Betriebsgelände.

GoogleMaps/Screenshot

Die Novartis will ihren Mitarbeiterparkplatz, der an die Migros in Stein grenzt, verkaufen. Das hat das Unternehmen bestätigt. Man habe entschieden, die Fläche des heutigen Parkplatzes Süd zum Verkauf anzubieten. Dazu sei der Konzern mit möglichen Käufern in Kontakt. Insgesamt sind laut Novartis 379 Parkplätze betroffen. Die Gemeinde Stein habe «seit längerem Interesse daran, dass dieses attraktive Stück Bauland besser genutzt würde, zum Beispiel für den Bau von Wohnungen», erklärte ein Sprecher.

Suche nach Parkplätzen

Novartis plane, den Parkplatz bis auf weiteres vom Käufer zu pachten. In der Zwischenzeit werde man prüfen, welche Flächen alternativ als Parkplatz dienen könnten. Novartis werde sicherstellen, dass es genügend Parkmöglichkeiten für alle Mitarbeitenden mit Parkplatz-Anspruch gebe, so der Sprecher weiter. Der Steiner Ammann, Beat Käser, sagte, Novartis habe die Gemeinde darüber informiert, dass sie das Land veräussern wolle. Die Gemeinde selbst habe kein Interesse am Kauf des Grundstückes.

Laut Käser ist die Fläche mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt. Ein solcher Gestaltungsplan liege aber noch nicht vor. Der künftige Eigentümer muss einen solchen erst noch erstellen, wenn er das Areal überbauen will. Der Gestaltungsplan würde dann zusammen mit der Gemeinde erstellt. Die Fläche liegt in der Spezialzone Breitenloh. Diese sei «hauptsächlich für Wohnbauten entlang der Schaffhauserstrasse, für Kleingewerbe, Dienstleistungen, Büros und Verkaufsnutzung bis maximal 500 Quadratmeter Nettoladenfläche pro Standort bestimmt», heisst es in der Bau- und Nutzungsordnung.

Laut Käser plant die Novartis als Ersatz für die Parkplätze eine interne Lösung auf dem Betriebsgelände. Er sieht in der Entscheidung kein Anzeichen für einen Weggang der Novartis aus Stein. «Die Novartis wird sich nicht aus Stein zurückziehen. Das haben wir die Novartis auch gefragt. Stein ist und bleibt ein wichtiger Standort für das Unternehmen, das haben sie uns versichert», bekräftigt er.

Die Fläche sei «interessant». «Wir begrüssen es, dass das Areal verkauft wird, damit man es bebauen kann.» (bad)