Laufenburg
Neue Heizung muss gleich auf Hochtouren laufen

Erste Etappe der Pfarrhaus-Sanierung abgeschlossen. Neu wird das Gebäude in Laufenburg mit einer Wärmepumpen-Anlage mit Wärmerückgewinnungs-Lüftung beheizt.

Marc Fischer
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Urs Weiss, Roger Rebmann und Roland Schnetzler (v.l.) sind stolz auf die neue Heizungsanlage. mf

Urs Weiss, Roger Rebmann und Roland Schnetzler (v.l.) sind stolz auf die neue Heizungsanlage. mf

Bislang wurde das römisch-katholische Pfarrhaus in Laufenburg, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, mit Öl geheizt. «Rund 7000 Liter pro Jahr waren nötig um das Gebäude zu heizen und den Warmwasserbedarf abzudecken», weiss Roland Schnetzler, Präsident der Kirchenpflege.

«Nun hat die Kirchgemeinde eine Entscheidung von grosser Weitsicht getroffen», lobt Roger Rebmann, Inhaber und Geschäftsleiter der Franz Rebmann AG, Kaisten. Seine Firma hat die neue Wärmepumpen-Heizungsanlage mit Wärmerückgewinnungs-Lüftung eingebaut. «Dafür waren Bohrungen für Erdsonden nötig», erklärt Rebmann.

180 Meter in den Fels

Drei 180 Meter tiefe Bohrungen waren für die neue Heizungsanlage nötig. «Das Pfarrhaus ist auf Fels gebaut, das machte die Bohrungen speziell. Es bestand die Gefahr, in Klüfte zu geraten», so Rebmann weiter. Letztlich habe aber alles geklappt und die neue Heizungsanlage konnte installiert werden – in einem ebenfalls neuen Heizungs- und Lagerraum. «Wir haben versucht, den Raum, wo bislang die Öltanks standen, möglichst weit zu vergrössern», erläutert Architekt Urs Weiss aus Frick. «Dies ist sehr gut gelungen», freut sich Roland Schnetzler, «das bietet uns die Gelegenheit, einige Dinge zu verstauen und zu lagern.»

Vorreiterrolle

Seit Mitte Woche ist die neue Heizungsanlage nun in Betrieb. Nachdem der Probelauf erfolgreich durchgeführt war, wurde die Ölheizung abgehängt. «Im Zuge des Umbaus wurde das Gebäude so weit wie möglich gedämmt», führte Architekt Weiss aus. Die neuen Räume werden mit Bodenheizung ausgestattet, die Pfarrwohnung wird weiter mittels Radiatoren geheizt.

Mit der Sole-Wärmepumpe nimmt die römisch-katholische Kirchgemeinde eine Vorreiterrolle ein. Das System ist nicht nur energieeffizient und wird zu Energieeinsparungen führen, es ist auch vom hygienischen Standpunkt her unbedenklich, wie Roger Rebmann ausführte. «Man hat sich für ein Durchlaufsystem entschieden, damit ist die Gefahr gebannt, dass Wasser über längere Zeit steht und sich Bakterien bilden können.»

Umbau geht noch weiter

Der Einbau der neuen Heizungsanlage wurde im Zusammenhang eines grösseren Umbaus des Pfarrhauses vorgenommen. «Im Moment ist Halbzeit der Bauarbeiten», weiss Architekt Urs Weiss. Eröffnet werden soll das umgebaute Pfarrhaus am kommenden Patrozinium am 24. Juni. Bis dahin wird der Pfarrsaal behindertengerecht ausgebaut, eine neue Toilettenlage installiert und ein Lift eingebaut. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Franken – rund ein Zehntel davon entfallen auf die eben in Betrieb genommene Heizungsanlage inklusive der Bohrarbeiten.

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