Mettauertal
Handbremse gelöst: Bezirksfeuerwehrverband Laufenburg startet nach den Coronamassnahmen wieder durch

Bei der 69. Delegiertenversammlung in Mettauertal-Wil herrschte grosse Aufbruchstimmung. Der Tenor: Die neun angeschlossenen Feuerwehren und drei Betriebsfeuerwehren des BFVL sind wieder bereit und voller Tatendrang. Auch auf den Onlineplattformen Facebook und Instagram will man künftig präsent sein.

Paul Roppel
Drucken
Der Vorstand des Bezirksfeuerwehrverbands Laufenburg: (v.l.) Michael Schmid, Simon Fürst, Nicolas John, Roger Weber, Michael Unger.

Der Vorstand des Bezirksfeuerwehrverbands Laufenburg: (v.l.) Michael Schmid, Simon Fürst, Nicolas John, Roger Weber, Michael Unger.

Paul Roppel

In seiner 69. Delegiertenversammlung in Wil hielten die Abgeordneten der neun angeschlossenen Feuerwehren und drei Betriebsfeuerwehren des Bezirksfeuerwehrverbandes Laufenburg (BFVL) Rückschau auf ein wiederbelebtes Verbandsgeschehen.

Der BFVL bewegt sich wieder in seiner Domäne. Die in den Vorjahren wegen der Restriktionen der Coronapandemie ausgebremste Organisation konnte die angezogene Handbremse lösen. Sie hat in ihrem erklärten Metier wieder Fuss gefasst und 2022 Fahrt aufgenommen.

Die mehrmals zurückgestellten Vorhaben konnten nun doch noch zum grössten Teil realisiert werden, was die existenzielle Grundlage der Organisation bildet. Präsident Roger Weber, Frick, sagte vor rund 40 Feuerwehrleuten, Vertretern von Behörden und Partnerorganisationen in der Gemeinde Mettauertal im Mehrzweckraum des Ortsteils Wil:

«Wenn die Mitglieder den Nutzen unseres Verbandes nicht mehr sehen, wenden sie sich von uns ab und unsere Existenz wird in Frage gestellt.»

Dank der nun wieder sicht- und spürbaren Präsenz des Verbandes im Bezirk mit dem Ausbildungsangebot für die Feuerwehrleute als Ergänzung zu kantonalen Kursen könne er nun aufatmen, fügte er an.

Vorstand geht gestärkt aus der Pandemie hervor

Existenzängste oder Stillstand der Aktivitäten, wie andernorts festgestellt, gebe es für den Laufenburger Bezirksverband nicht; der Vorstand sei dank Flexibilität und Zusammenarbeit gestärkt aus der Pandemie herausgekommen, wand Weber seinen Kollegen im Gremium ein Kränzchen. Für ihn sei es eine prägende Zeit mit wertvollen Erfahrungen gewesen, eine unsichere Zeit mit Wechsel von einem Extrem ins andere.

Auch die Feuerwehren hätten das gemeistert. Die Bevölkerung könne sich auf sie verlassen, schloss der Präsident seinen Rückblick. Guten Anklang fand der Weiterbildungskurs für Offiziere unter dem Titel «Vom Chaos zur Ordnung», der die gegenseitige Unterstützung, Hilfsmitteln für Einsätze, Nachbarschaftshilfe und Partnerorganisationen umfasste.

Einen regen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer gab es im Kurs «Einsatz und Hygiene». Mit immer aktuelleren Themen befasste sich der Elektrikerkurs, in den Michael Schmid als kantonaler Instruktor und Berufsmann sein Fachwissen eingebracht hat. Der vorgesehene Kurs mit dem Staatsanwalt wurde ins neue Programm verschoben. Weitere Kurse finden 2023 für Gruppenführer und die Sanität statt.

Neue Präsenz auf Facebook und Instagram

«Feuerwehrdienst leisten, ist heute nicht mehr selbstverständlich; wir müssen junge Leute begeistern und motivieren können», lautete der Tenor. Deshalb wird unter fachkundiger Führung von Vorstandsmitglied Simon Fürst der Verband künftig neu auch auf den Plattformen Facebook und Instagram präsent sein.

Im Vorstand sind nun Roger Weber, Präsident, Simon Fürst, Nicolas John, Kassier, Michael Unger, Aktuar, Michael Schmid und neu Kai Zachriat aus Herznach. Ausgetreten ist Andreas Weber, dessen Engagement die Versammlung mit der Ehrenmitgliedschaft würdigte.