Laufenburg

Licht aus für die Unterführung – jetzt wird ein Zebrastreifen geprüft

Nun wird in Laufenburg statt der Passerelle ein Fussgängerstreifen mit Ampel geprüft.

Marc Fischer
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Die provisorische Passerelle soll durch eine definitive ersetzt werden. archiv/mf

Die provisorische Passerelle soll durch eine definitive ersetzt werden. archiv/mf

Eine Fussgängerunterführung in Laufenburg wird es wohl nicht geben. «Eine solche Unterführung hätte eine Änderung des Sanierungsprojekts der Kantonsstrasse K130 zu Folge. Diese würde das ganze Projekt um mehr als fünf Jahre verzögern», sagt der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss. Weiter sei eine Unterführung mit hohen Kosten verbunden, so der Stadtammann.

Deutlich geworden ist dies in einem Gespräch zwischen dem Stadtrat, dem Kanton und Fachplanern, das diese Woche stattfand. Der Laufenburger Stadtrat hatte das Gespräch initiiert, nachdem Ende September ein Sattelschlepper mit überhöhter Ladung die langjährige Fussgänger-Überführung zerstört hatte (die az berichtete).

Kurz nach dem Unfall wurde eine provisorische Passerelle errichtet, sodass für die Fussgänger – viele Schüler müssen die stark befahrene Strasse täglich überqueren – ein sicherer Übergang gewährleistet ist. Auch in Zukunft stehe die Sicherheit an erster Stelle, betont Götz Timcke von der Verkehrsplanung der kantonalen Abteilung für Verkehr.

Fussgängerinsel und Ampel

Im Gespräch sei neben der Strassenquerung auch das Thema Verkehrsfluss diskutiert worden, so Weiss und Timcke. Ein Lösungsansatz hat sich dabei besonders herauskristallisiert: «Der Kanton prüft nun die Machbarkeit eines Fussgängerstreifens mit Fussgängerinsel und Ampelsteuerung auf der Höhe der Passerelle», so Weiss. Die Ampel solle so gesteuert werden, dass ein einheitlicher Verkehrsfluss durch ganz Laufenburg möglich ist. «Sie müsste sicher mit der geplanten Lichtsignalanlage bei der Abzweigung in Richtung Kaisten koordiniert sein», sagt Götz Timcke.

Ob für diese neue Lösungsvariante andere Fussgängerstreifen verlegt oder aufgehoben werden müssen, muss sich im Rahmen der Prüfungen zeigen. «Das hängt immer auch von den jeweiligen Nutzungsfrequenzen ab», so Timcke.

Laut Herbert Weiss wäre ein weiterer Lösungsansatz, eine neue Passerelle zu bauen und diese mit einem Lift auszurüsten, damit ein barrierefreier Zugang für Rollstuhlfahrer möglich ist. «Der Stadtrat favorisiert aber die Variante Fussgängerstreifen mit Ampelsteuerung.»

Der Ball liegt nun zunächst bei der kantonalen Abteilung Tiefbau. Neben der Machbarkeit muss auch geprüft werden, ob und wie das bestehende Projekt zur Sanierung der K130 ergänzt werden kann. «Wir möchten keine weiteren Verzögerungen auslösen», so Timcke.