Kommentar
Eine linke Frau Gemeindeammann

Mit Verena Buol nimmt eine SP-Frau auf dem Chefsessel der Gipf-Oberfricker Exekutive Platz - nach Regine Leutwyler von der SVP ein deutlicher Wandel. Aber dass ihre Wahl an die Spitze bis zum Schluss der Auszählung eine Zitterpartie war, hat auch seinen Grund.

Hans Christof Wagner
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Gemeinderatswahl 2021, Gipf-Oberfrick: Vererna Buol

Gemeinderatswahl 2021, Gipf-Oberfrick: Vererna Buol

Zvg / Aargauer Zeitung

Dass ein Kandidat neu in den Gemeinderat einziehen und auch gleich noch Gemeindeammann werden möchte, kommt nicht alle Tage vor. Peter Schraner hat es in Gipf-Oberfrick versucht – und ist damit gescheitert. Jetzt sitzt mit Verena Buol eine ausgesprochen linke SP-Frau auf dem Chefsessel der Gipf-Oberfricker Exekutive und dürfte damit Zeichen setzen in der Politlandschaft des Fricktals. Das sonst eher bürgerliche Fricktal wird sich an sie und ihren Stil gewöhnen müssen.

Georg Schmid holte mit 1231 Stimmen das beste Ergebnis. Offenbar sieht die Mehrheit der Gipf-Oberfricker in ihm keinen «Agenten» der Nachbargemeinde Frick, auch wenn er dort arbeitet. Darüber hatte er sich vor den Wahlen, auch angesichts des noch hängigen Brunnenmeister-Streits Sorgen gemacht – zu Unrecht. Auch aus Loyalität zu seinem Arbeitgeber, der Gemeinde Frick, hatte sich Schmid schon früh gegen eine Kandidatur als Gemeindeammann entschieden. Der Job fordere ihn zu stark dafür. Daraufhin «einigte» sich der Gemeinderat auf Verena Buol, was nicht überall gut ankam. Vielleicht ist das ja mit ein Grund, warum es am Sonntag für die SP-Frau nur ganz knapp gereicht hat.

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