Herznach/Ueken
Weiterer Schritt auf dem Weg zur Fusionsgemeinde absolviert: Die neue Exekutive steht

Jetzt ist klar, wer die politischen Geschicke von Herznach-Ueken ab dem kommenden Jahr bestimmen wird – vier Männer und eine Frau. Während in Herznach allen drei Kandidierenden der Einzug gelang, stand in Ueken fest, dass es eine oder einer nicht schaffen wird. Getroffen hat es mit nur 61 Stimmen nun Max Ries.

Hans Christof Wagner
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Robert Schmid aus Ueken (links) und Stephan Gemmet aus Herznach gehören dem Gemeinderat von Herznach-Ueken an.

Robert Schmid aus Ueken (links) und Stephan Gemmet aus Herznach gehören dem Gemeinderat von Herznach-Ueken an.

Iseli/zvg

Der neue Gemeinderat der Fusionsgemeinde Herznach-Ueken steht. Für das grössere Herznach gewählt wurden am Sonntag Stephan Gemmet, Hansruedi Rubin und Gerhard Zumsteg. Rubin erhielt mit 334 die meisten Stimmen, gefolgt von Gemmet mit 323. Zumsteg landete mit 308 Stimmen auf Rang drei.

Aus Ueken werden der neuen Exekutive Robert Schmid und Doris Frey angehören. Schmid holte 158 Stimmen, Frey 145. Max Ries, der dritte Kandidat, schaffte mit 61 Stimmen den Einzug nicht. Das absolute Mehr hatte bei 96 Stimmen gelegen.

In Ueken nur 31,4 Prozent Stimmbeteiligung

Von den 1065 stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner von Herznach gingen 379 zur Wahl. Die Stimmbeteiligung betrug somit 35,6 Prozent. In Ueken war die Stimmbeteiligung mit 31,4 Prozent noch niedriger. Dort waren 650 Einwohnerinnen und Einwohner stimmberechtigt. Die Zahl der in Betracht fallenden Wahlzettel lag bei 197.

Stephan Gemmet, der Herznacher Gemeindeammann, freut sich darüber dass er dem neuen Gemeinderat angehören wird und kommentiert den Ausgang der Wahl so:

«Für mich persönlich ein sehr gutes Ergebnis und als Walliser auch ein Vertrauensbeweis der Bevölkerung.»

Gemmet sagt, er freue sich auf die kommenden drei Jahre der politischen Arbeit, wenn die neue Fusionsgemeinde am 1. Januar 2023 an den Start geht. Die Legislatur ist verkürzt, um dann ab 2025 wieder im regulären Wahlmodus zu sein. Bei den Gemeinderatswahlen 2025 werde dann auch die Einteilung in zwei Wahlkreise aufgehoben sein. Dann werde es nur noch Kandidaten für Herznach-Ueken geben.

Einer der Kandidierenden ging leer aus

Doris Frey, Gemeinderätin aus Ueken, gelang die Wahl in den Gemeinderat von Herznach-Ueken.

Doris Frey, Gemeinderätin aus Ueken, gelang die Wahl in den Gemeinderat von Herznach-Ueken.

zvg

Gemmet betont, er hätte mit jedem Kandidaten, jeder Kandidatin aus Ueken gut zusammenarbeiten können. Dass aus Ueken nun Schmid und Frey im Gremium sitzen, sei gut. Warum es für Ries nicht gereicht habe und warum sein Stimmenanteil vergleichsweise tief geblieben ist, sei für ihn schwer einzuschätzen. Ries war für eine Stellungnahme für die AZ nicht erreichbar.

Auch Schmid sieht sein Ergebnis als Bestätigung seiner bisherigen kommunalpolitischen Arbeit. Er sagt:

«Ich freue mich, dass ich aktiv an den Geschicken der neuen Fusionsgemeinde mitwirken kann.»

Es sei für Ueken eines von Anfang an klar gewesen: Es reicht nicht für drei, einer der Kandidierenden wird leer ausgehen. Dass beim Votum der Uekerinnen und Ueker die Geschlechterfrage entscheidend gewesen ist, glaubt Schmid nicht. Der Souverän habe erkannt, dass Frey bisher gute Arbeit geleistet habe und das entsprechend honoriert.

Wäre Ries die Wahl gelungen, wäre der Gemeinderat von Herznach-Ueken ein reines Männergremium geworden. Aber die Vorstellung habe den Souverän nicht geschreckt, glaubt Schmid.

Gemeindepräsident und Vizepräsident werden erst im Herbst gewählt

Der erste Gemeindepräsident und der erste Vizepräsident von Herznach-Ueken – mit der Fusion geht eine Umbenennung des Amtes einher – werden erst am 25. September gewählt. Wer von den künftigen Gemeinderatsmitgliedern dann kandidiert, sei heute noch offen und werde im neuen Gremium diskutiert, sagen Gemmet und auch Schmid.

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