Bad Säckingen

Fasnachtsbrauchtum auf offener Bühne im «schönste Städtli am Hochrhii»

In eine grosse Freiluftbühne hat sich der Bad Säckinger Münsterplatz am Samstagabend verwandelt. Zur Eröffnung des grossen Narrentreffens gab es auf dem Platz ein Schaulaufen der Narren. Zahlreich hatten sich die Zuschauer um die Arena versammelt.

Hildegard Siebold (Text und Fotos)
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Fasnachtsbrauchtum auf offener Bühne
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Wunderschön bunt präsentierte sich das Narrentreffen.
Diese Hexen haben Hunger und Appetit auf Fisch.
Der Fanfarenzug Baienfurt war mit seinen blauen Trachten ein echter Hingucker.
Impressionen Narrentreffen Bad Säckingen und Brauchtumabend VSAN
Impressionen Narrentreffen Bad Säckingen und Brauchtumabend VSAN
Impressionen Narrentreffen Bad Säckingen und Brauchtumabend VSAN
Impressionen Narrentreffen Bad Säckingen und Brauchtumabend VSAN
Impressionen Narrentreffen Bad Säckingen und Brauchtumabend VSAN

Fasnachtsbrauchtum auf offener Bühne

Hildegard Siebold

Fasnächtliches Brauchtum stand im Mittelpunkt der Eröffnung des Narrentreffens der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Schon am Nachmittag, zur Eröffnung des Narrendorfs, herrschte reges Treiben im Städtle. Kein Wunder, bei solch strahlendem Sonnenschein. Besser hätte es nicht sein können. Und kürzer auch nicht, zumindest, was die Ansprachen der hohen Ehrengäste betraf, die vom «Chuchi-Fenster» des Fuchsladens, dem schönsten Haus am Platz, einen herrlichen Blick hinunter auf die bunte Narrenschar hatten.

Mit einem lautstarken Narri Narro begrüsste der Bad Säckinger Zunftchef Rolf Meyer die Narren aus nah und fern im «schönste Städtli am Hochrhii». Er nutzte die Gelegenheit, noch einmal allen Beteiligten am Narrentreffen zu danken. «Eine glückselige Fasnacht», «e wunderschöni Fasnacht» und ein «wunderschönes Narrefäscht» wünschten in der Folge Schirmherr und Bürgermeister Alexander Guhl, VSAN-Landschaftsvertreter René Leuenberger senior und der Präsident der VSAN, Roland Wehrle, der seinen Stellvertreter Peter Schmidt gleich mit in die schöne Trompeterstadt gebracht hatte. Wehrle dankte den Bad Säckinger Narren für die Ausrichtung des Narrentreffens im 95. Jahr des Bestehens der Vereinigung. «Die Säckinger Zunft war von Anfang an dabei und hat dazu beigetragen, dass wir heute immaterielles Kulturerbe sind», sagte Wehrle unter Applaus.

Hernach gehörte die Bühne, wie es sich für eine Trompeterstadt gebührt, dem Trompeter von Säckingen. Und gebührend dem Anlass, intonierte Heinz Blum für einmal nicht das Trompeterlied, sondern den Narrenmarsch. Bläserstark agierte die Ranzengarde, wie immer eine Augenweide waren die Maisenhardt-Joggele. Fast schon mystisch mutete die Darbietung der Obersäckinger Hexen an. Ein buntes Bild bot die Narrenzunft Wellendingen mit ihren Schellnarren und dem Hexenreiter und einen Vorgeschmack seines musikalischen Vermögens gab der Fanfarenzug Löwen aus Baienfurt bei Ravensburg. Sie waren ebenso wie die Althistorische Narrenzunft Narrhalla Hechingen zum grossen Narrensprung angereist und gaben einen Einblick in ihr fasnächtliches Brauchtum, bevor die Narren bis in die Nacht hinein in den Wirtschaften und Budenzelten weiterfeierten. Aufgrund einer fünfstündigen Sperrung der B34 in Waldshut wegen eines brennenden Traktors sind einige Gruppen teils mit grosser Verspätung zum Brauchtumsabend gekommen.

Unbeschreiblich bunt

Herrlicher Sonnenschein am strahlend blauen Himmel krönte das Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte am Sonntag. 3000 Hästräger trafen auf rund 12 000 Zuschauer und boten ein unbeschreiblich buntes Bild. Hexen trieben ihren Schabernack mit den Zuschauern am Strassenrand, wunderschöne Masken und Kostüme verschiedenster Landschaften bezirzten das Auge und die Musikgruppen legten sich voll ins Zeug.