Eiken/Stein
Nach zweijähriger Pause: Slow-up Hochrhein lockt 15'000 Menschen auf die Räder und Inlineskates

Eine 32 Kilometer lange Strecke war am Sonntag zwischen Stein und Laufenburg für den motorisierten Verkehr gesperrt. Das kam gut an.

Horatio Gollin
Drucken
In Stein schwangen sich zahlreiche Menschen auf ihre Fahrräder.

In Stein schwangen sich zahlreiche Menschen auf ihre Fahrräder.

Horatio Gollin

Nach dem zweijährigen Corona-Unterbruch fand zum 17. Mal der Slow-up Hochrhein statt. Wegen fehlender Sponsoren waren die Teilnehmer zum Kauf von Vignetten aufgerufen, damit der Anlass auch künftig durchgeführt werden kann. Auf der 32 Kilometer langen Rundstrecke zwischen Stein und Laufenburg wurden 15'000 Teilnehmende gezählt.

Das Erfahren der Region und entschleunigte Fortbewegung auf zwei Rädern standen am Sonntag beim Slow-up Hochrhein im Vordergrund auf der Strecke zwischen Stein und Laufenburg.

Die Strecke wurde für den motorisierten Verkehr gesperrt, damit Velofahrer, Inlineskater und Rollerfahrer die Strecke sicher befahren konnten.

Dank Vignetten-Kauf soll Slow-up auch zukünftig stattfinden

Festplätze gab es auf Schweizer Rheinseite in Stein, Münchwilen, Sisseln, Eiken, Kaisten und Laufenburg sowie auf deutscher Seite in Laufenburg, Murg und Bad Säckingen. An den Festplätzen gab es ausser Verköstigung auch Reparaturservices oder Ladestationen für E-Bikes, damit die Teilnehmer den Event sorgenfrei geniessen konnten. Die Teilnahme am Slow-up Hochrhein ist zwar kostenlos, aber die Teilnehmer konnten wie in den Vorjahren eine Vignette für 5 Franken erstehen.

Didi Schärer (von links), Martin Gutbub (Slow-up CH), Gerhard Zumsteg, Elisabeth Burgener Brogli und Martin Kistler eröffnen die Strecke.

Didi Schärer (von links), Martin Gutbub (Slow-up CH), Gerhard Zumsteg, Elisabeth Burgener Brogli und Martin Kistler eröffnen die Strecke.

Horatio Gollin

Offiziell wurde die Strecke am Festplatz in Eiken eröffnet. Eikener Gemeinderat Didi Schärer begrüsste zum Event und warb dafür, dass die Teilnehmer Vignetten kauften, damit der Slow-up Hochrhein auch künftig stattfinden kann. Gerhard Zumsteg, Präsident des Slow-up Hochrhein, erklärte, dass die grenzüberschreitende Veranstaltung einfach weniger Sponsoren als andere Slow-ups habe, mit dem Vignettenkauf könne jeder den Anlass unterstützen.

Grossrätin Elisabeth Burgener Brogli meinte, dass der Slow-up Hochrhein für den Grenzkanton Aargau ein wichtiger Event sei. Sie lobte die Geschäftsstelle des Slow-ups Hochrhein, die dafür gesorgt hatte, dass das «komplexe Projekt funktioniert», sowie die zahlreichen freiwilligen Helfer. «Wenn es den Slow-up nicht gäbe, müsste eine findige Marketingagentur ihn erfinden», meinte der Waldshuter Landrat Martin Kistler.

Positive Bilanz trotz keines Teilnehmerrekords

«Der Slow-up ist eine super Sache», sagte Erich Mathis aus Oberhof, der sich vorgenommen hatte, die ganze Strecke zu fahren. «Das ist keine Sache für mich», meinte Mathis, der an manchen Tagen 200 Kilometer mit dem Rad zurücklegt. «Ich mach das zum ersten Mal. Die Idee finde ich gut», sagte Oswald Müller aus Gipf-Oberfrick, der ebenfalls die komplette Strecke zurücklegen wollte.

Bei Eiken machen sich die Leute für die Fahrt bereit.

Bei Eiken machen sich die Leute für die Fahrt bereit.

Horatio Gollin

Der Rekord von 27'000 Teilnehmern im Jahr 2015 wurde mit 15'000 Teilnehmern aber nicht gebrochen. Das Ergebnis erachtete Wendel Hilti von der Geschäftsstelle Slow-up Hochrhein nach dem zweijährigen Unterbruch und angesichts der heissen Temperaturen trotzdem als positiv.

Ausser ein paar Überhitzungen kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen. «Zum ersten Mal haben wir kein verlorenes Kind», sagte Hilti. Wobei in der Vergangenheit die verlorenen Kinder letztlich immer wieder gefunden wurden.